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Produktinformation
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Zehn Jahre zuvor hatte sie Picasso in Paris kennengelernt. Nach ihren ersten Besuchen in seinem Atelier in der Rue des Grands Augustin im Frühjahr 1943 beginnt Picasso die künstlerische Arbeit der damals 21jährigen Malerin aufmerksam zu beobachten und fängt an, sie in seine Kreise einzuführen. Als seine Begleiterin lernt Françoise Gilot die in Paris lebende amerikanische Schriftstellerin Gertrude Stein, die Surrealisten Paul Eluard, Michel Leiris, Guillaume Apollinaire und André Breton kennen. Er stellte sie den Künstlern Georges Braque, Henri Matisse und Alberto Giacometti vor. Die Gespräche kreisen um Literatur und Kunst, um die Politik der Kommunistischen Partei, der Picasso 1944 beigetreten war, und um die Situation am Kunstmarkt. In ihren Erinnerungen an diese Jahre, die sie ab 1947 hauptsächlich an der Cote d´Azur verbrachten, dokumentiert die Malerin die Unterhaltungen zum Teil wortgetreu.
Die Grundlage dieses Bandes, den sie mit Unterstützung des Journalisten Carlton Lake Anfang der sechziger Jahre schrieb, bilden Françoise Gilots Aufzeichnungen und Tagebücher sowie Briefe Picassos. Zumal ihr gegenüber äußerte sich der Maler rückhaltlos über seine eigene Arbeit. "Ich male so, wie andere ihre Autobiographie schreiben. Bilder, ob fertig oder nicht, sind Seiten meines Tagebuchs [...]. Ich trage alles mit mir herum und ziehe damit weiter. Es ist die Bewegung des Malens, die mich interessiert, die dramatische Bewegung von einer Leistung zur nächsten", erläuterte er seinen unentwegten Schaffensdrang und seine hohe Produktivität.
Kunsthistorisch spannend ist es auch, sein Experimentieren mit den für ihn neuen Techniken der Lithographie und der Keramik mitzuverfolgen. Sein bisweilen despotischer Umgang mit Kunsthändlern wirft allerdings ein Licht auf die selbstherrlichen Seiten seines Wesens. Nicht zuletzt besonders aufschlußreich sind Françoise Gilots Berichte über die Beziehungen Picassos zu seiner Frau Olga, der Malerin Dora Maar und Marie-Thérèse Walter, die sich weiterhin in seinem Bannkreis bewegten. Die Offenheit, mit der sie diese oft schwierigen Konstellationen beschreibt, dürfte einer der Gründe sein, warum Picasso das Erscheinen der Erinnerungen mehrmals zu verhindern versuchte. --Doris Lösch
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein unvergleichliches Buch,
Von
Rezension bezieht sich auf: Leben mit Picasso (Taschenbuch)
Zehn Jahre aus dem Leben von Picasso, dem Genie, dem Exzentriker, dem ruhelosen Künstler, dem Mann, der die Frauen brauchte und auf seine Art liebte und sie in zwei Kategorien einordnete - Göttingen und Fußabtreter -, dem Mann, der sein Leben der Kunst widmete und dabei wenig Platz für abweichende Lebensformen fand, aufgeschrieben von seiner vorletzten "festen" Gefährtin Francoise Gilot.Vierzig Jahre jünger als Picasso, am Beginn ihrer eigenen Malerkarriere, jung und unerfahren im Leben, bewunderte sie seine Genialität, trennte sich von ihrer Familie, um mit ihm zusammen zu leben, übernahm ihm lästige Tätigkeiten, stellte ihre eigene Malerei vorerst in den Hintergrund, um nur für ihn tätig zu sein, ertrug seine ständig präsente Vergangenheit in Form seiner Ex-Frauen, gebahr ihm zwei Kinder und hoffte stets auf Anerkennung, Liebe und Beständigkeit seitens Picassos - leider vergebens. Nach über zehnjährigem Zusammensein trennte sie sich von ihm, was dem damals über Siebzigjährigen völlig unvorstellbar erschien. Aber die Zeit mit Picasso war für F. Gilot dennoch keine verlorene Zeit. Die innige Liebe ihrerseits zu ihm wich zwar, aber geblieben sind dennoch Anerkennung seiner Kunst und Dankbarkeit, denn die Jahre mit Picasso sah sie als Entwicklungsprozeß für sich selbst zu einer eigenständigen und selbstbewußten Frau und Künstlerin. Ein wundervolles Buch, das nicht nur ein Fragment aus dem Leben Pablo Picassos zeigt sondern auch Einblick in einzelne Techniken des Malers gibt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einblick in Picassos Leben als Künstler und Mensch,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Leben mit Picasso (Taschenbuch)
Das Buch "Leben mit Picasso" beschreibt einen Teil des Lebens von Picasso aus der Sicht seiner mehrjährigen Lebensgefährtin F. Gilot auf besonders beeindruckende Weise. Im Gegensatz zu der nur wenig überzeugenden Verfilmung des Buches durch James Ivory ist dieses Buch äußerst empfehlenswert. Zum einen ist es äußerst lesenswert, weil es mit F. Gilot hier die Entwicklung einer Frau zeigt, die durch ihre Erfahrung mit Picasso nicht gebrochen wurde, sondern die dies zu einer starkenFrau gemacht hat. Bewunderswert ist sie dafür, weil wir Picasso hier als exzentrischen, egoistischen und schwierigen Menschen erleben, an dem andere gebrochen sind. Man erfährt auch von den diesen anderen Menschen in Picassos Leben und deren Beziehung zum Künstler. Zum anderen bekommt man einen Überblick über Picasso und seine Kunst. Geschildert werden sogar die Entstehungsprozesse einzelner Kunstwerke wie z.B. die der "Femme-fleur". Auch über das künstlerische Schaffen der F. Gilot wird ausführlich berichtet, die bereits am Anfang ihrer Beziehung zu Picasso ihr Literatur- und Jurastudium aufgibt, um sich nur noch der Malerei zu widmen. Außerdem wird auch der "Kreis um Picasso" spannend beschrieben. Man erfährt über den Künstler Matisse und sein Schaffen, sowie über Picassos schwieriges Verhältnis zu den Kunsthändlern, die seine Bilder verkauften. Dieses Buch ist vor allem deshalb so lesenswert, weil es zum einen in das künstlerische Werk Picassos einführt, dabei aber an keine Stelle langweilig geschrieben ist. Es ist von der ersten bis zur letzten Seite ein sowohl äußerst spannendes als auch interessantes und lesenswertes Buch, das ich jedem nur empfehlen kann. Es gehört in jedem Fall zu einem der besten Bücher, das ich bis jetzt gelesen habe. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragende Biographie,
Von Bianca (Brasilien) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Leben mit Picasso (Taschenbuch)
Francoise Gilot beschreibt tabulos und ehrlich ueber ihr Leben mit der Persoehnlichkeit Picasso. Fast schon beilaeufig erklaert sie die wichtigsten Menschen, Inspirationen und Techniken in Zusammenhang mit Picassos Werk. Sie wurde so zu seiner intimsten Kunstkritikerin und Muse. Ihr menschliche Staerke und ihre Professionalitaet ist dem Leser des Buches durchgehend gegenwaertig.Die beste Kuenstlerbiographie, die ich bis jetzt gelesen habe. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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