Zehn Jahre aus dem Leben von Picasso, dem Genie, dem Exzentriker, dem ruhelosen Künstler, dem Mann, der die Frauen brauchte und auf seine Art liebte und sie in zwei Kategorien einordnete - Göttingen und Fußabtreter -, dem Mann, der sein Leben der Kunst widmete und dabei wenig Platz für abweichende Lebensformen fand, aufgeschrieben von seiner vorletzten "festen" Gefährtin Francoise Gilot.
Vierzig Jahre jünger als Picasso, am Beginn ihrer eigenen Malerkarriere, jung und unerfahren im Leben, bewunderte sie seine Genialität, trennte sich von ihrer Familie, um mit ihm zusammen zu leben, übernahm ihm lästige Tätigkeiten, stellte ihre eigene Malerei vorerst in den Hintergrund, um nur für ihn tätig zu sein, ertrug seine ständig präsente Vergangenheit in Form seiner Ex-Frauen, gebahr ihm zwei Kinder und hoffte stets auf Anerkennung, Liebe und Beständigkeit seitens Picassos - leider vergebens. Nach über zehnjährigem Zusammensein trennte sie sich von ihm, was dem damals über Siebzigjährigen völlig unvorstellbar erschien.
Aber die Zeit mit Picasso war für F. Gilot dennoch keine verlorene Zeit. Die innige Liebe ihrerseits zu ihm wich zwar, aber geblieben sind dennoch Anerkennung seiner Kunst und Dankbarkeit, denn die Jahre mit Picasso sah sie als Entwicklungsprozeß für sich selbst zu einer eigenständigen und selbstbewußten Frau und Künstlerin.
Ein wundervolles Buch, das nicht nur ein Fragment aus dem Leben Pablo Picassos zeigt sondern auch Einblick in einzelne Techniken des Malers gibt.