Pressestimmen
01.08.2005 / Der Überblick: "Der Ethnologe eröffnet neue Perspektiven, indem er die Betroffenen selbst sprechen lässt und genau zuhört."
15.09.2005 / PlusMinus: Leben mit AIDS "Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie die Menschen in Afrika darum kämpfen, ein besseres Verständnis der Krankheit zu erhalten und warum die Epidemie hier so extreme Ausmaße angenommen hat."
15.09.2005 / PlusMinus: Leben mit AIDS "Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie die Menschen in Afrika darum kämpfen, ein besseres Verständnis der Krankheit zu erhalten und warum die Epidemie hier so extreme Ausmaße angenommen hat."
Kurzbeschreibung
Im Jahr 2003 starben in Afrika mehr als zwei Millionen Menschen an Aids.Wie leben die Menschen dort mit den Folgen der Epidemie? Wie haben sie die massiven Erfahrungen von Krankheit und Tod in ihren Lebensalltag integriert? Hansjörg Dilger beschreibt am Beispiel Tansanias, wie soziale und kulturelle Beziehungen im Kontext der stigmatisierten Krankheit neu verhandelt werden. Dabei zeigt er, dass die fortdauernde Begegnung mit Krankheit und Tod zu tiefen Brüchen in Familienverbänden führt und häufig eine Ausgrenzung von Aids-Kranken zur Folge hat. Gleichzeitig unternehmen Individuen, Familien und Gemeinden jedoch erhebliche Anstrengungen, um im Umgang mit Aids zu einer Neubestimmung sozialer und kultureller Praxis zu gelangen: Diese erlaubt es ihnen, soziale Risse zu kitten und damit die Kontrolle über die untrennbare Einheit von Leben und Tod wiederherzustellen.
Über den Autor
Hansjörg Dilger, Dr. phil., ist Lehrbeauftragter am Institut für Ethnologie der Freien Universität Berlin und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Medical Anthropology in der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde e. V.