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Das Leben meiner Mutter [Gebundene Ausgabe]

Oskar Maria Graf
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 584 Seiten
  • Verlag: List Hardcover (1. August 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471794778
  • ISBN-13: 978-3471794777
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,7 x 4,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 692.251 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Oskar Maria Graf
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In einem weit ausholenden Bogen beschreibt Graf nicht nur das Leben seiner Mutter, sondern in Rückblicken zudem die jahrhundertelange Geschichte einer oberbayerischen Bauernfamilie und mit ihr ein Stück deutscher Geschichte.

Klappentext

Geboren 1857, gestorben 1934. Ludwig II., Bismarck, Hitler, der Krieg 1870/71 und der 1. Weltkrieg, die industrielle Revolution und die Weimarer Republik - Resl Heimrath verbrachte ihr Leben in einer Zeit voller Umbrüche. Von Kindheit an war ihr Alltag harte Arbeit und Mühe. Das änderte sich nicht, als sie den Bauernhof ihrer Familie verließ und den Bäckermeister Max Graf heiratete. Sie bekam elf Kinder, von denen acht erwachsen wurden, und blieb trotz aller Ängste, die sie in Kriegs- und Gefahrenzeiten ausstand, der ruhende Pol des Bäckerhauses am Starnberger See. Oskar Maria Graf hat mit diesem Porträt seiner Mutter nicht nur eine Chronik dörflichen Lebens in Oberbayern geschaffen, sondern auch einen sozial- und zeitkritischen Roman von großer poetischer Kraft. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein bayerisches Fresko 15. Februar 2002
Format:Taschenbuch
Weit holt er aus, der Oskar Maria Graf, für sein wohl bedeutendstes Buch. Bis in den Dreißigjährigen Krieg zurück verfolgt er die Geschichte seiner Familie. Mit der Schilderung der Ehe seiner Großeltern und schließlich der Geburt der Mutter, der Heimrath Resl, beginnt die eigentliche Erzählung. Man spürt Graf von der ersten Seite an ab, dass es eine Herzensangelegenheit gewesen sein muss, gerade diesen (zwangsläufig auch autobiographischen) Stoff zu erzählen. Er widersteht dabei mehreren Versuchungen, denen ein weniger hochkarätiger Schriftsteller bei einem derartigen Unternehmen wohl erlegen wäre: Zum einen geht er ziemlich schonungslos mit sich selber um (er beschönigt nichts bezüglich seiner wenig ruhmreichen Münchner und Berliner Zeit!). Zum anderen vermeidet er konsequent jedes "Gute-alte-Zeit-Pathos". Im Gegenteil: Die kaum erträgliche Härte eines armseligen, ländlichen Lebens mit einer stets latent schwelenden innerfamiliären Gewalttätigkeit wird schonungslos geschildert. Graf geht dabei vor wie der Maler eines groß angelegten Freskos: Er verknüpft mit großem Atem anektdotische, historische und sehr private Episoden zu einem großen, unvergesslichen Ganzen. Dabei erweist er sich vor allem als ein Meister der Personenzeichnung. So bleiben dem Leser auch Nebenfiguren wie der kauzig-exzentrische Kastenjakl nachhaltig in Erinnerung. Graf gelingt es - und das gehört zum Größten, was ein Autor leisten kann - eine längst versunkene Welt zum Leben zu erwecken. Er tun dies auf seine unverwechselbare, gänzlich unsentimentale Art. Ein großes, sprödes, hartes und zuweilen auch überraschend zärtliches Meisterstück, das auch zu Tränen rühren kann.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieses Buch gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Die Mutter des Autors, eine Bauerntochter aus der Gegend um den Starnberger See in Süddeutschland, heiratet einen Bäcker. Sie ist eine tief in der katholischen Tradition ihrer Heimat verwurzelte, still in ihr Schicksal ergebene "Dulderin", er ist ein durchaus eigenständiger, seiner Zeit kritisch gegenüberstehender "Sturschädel". O.M. Graf erzählt eine weit über die zentrale Person seiner Mutter hinausgehende Geschichte der "einfachen Leute" auf dem Land der Jahrzehnte um das Jahr 1900 herum. In liebevoller Verehrung seiner Mutter gegnüber, aber dennoch in hellem Realismus zeichnet O.M.Graf ein lebendiges Bild dieser bewegten Zeit. Eine wahre Fundgrube für Leser, die nicht nur einen gut erzählten langen Roman schätzen, sondern sich auch für das Leben der Menschen dieser Zeit - unter anderem der Zeit des legendären Bayernkönigs Ludwig - interessieren. Dieses Buch möchte ich zu den bedeutendsten Romanen der deutschsprachigen Literatur zählen. Nicht nur für Bayern-Fans!
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Oskar Maria Graf war ein Vielschreiber, das ist gut so. Nur deshalb ist uns so viel Zeitkolorit aus der Weimarer Epoche verblieben. Wer sich für bayerische Geschichte begeistert, der muss auch Oskar Maria Graf lesen. Nun zu seinem Werk "Das Leben meiner Mutter": Er hat es erst in seinem Exil in New York zu Papier gebracht. In diesem Band beschreibt er seine Kindheit in der Nähe von Berg am Starberger See. Eine harte Zeit wird beschrieben, in der sich auch die Familie Graf mit ihrer Bäckerei sehr anstrengen muss, um über die Runden zu kommen. Das Verhältnis zu seinen Geschwistern ist nicht unproblematisch. Besonders an seinem älteren Bruder zeichnet er sehr subtil auf, wie einer durch seine Denkungsart ein willfähriges Instrument für die Mitglieder in der künftigen Nazi-Bewegung werden kann. Der Vater stirbt und die Mutter versucht die Familie zusammen zu halten, auf ihre besondere stille Weise. Sie wird als der Typ Frau aus dem einfachen Volk gezeichnent, die sich mit Worten schwer tut - oft muss ein Seufzer oder ein Streicheln über den Kopf genügen. Aber sie hat einen ganz wachen Verstand. Als auch der Sohn Oskar das Haus verlässt und sich allmählich in der Halbwelt der Münchner Künstlerkreise niederlässt, kann sie sein Handeln zwar nicht nachvollziehen, aber sie versteht es einfach. Eine Mutter halt. Zusammengehalten wird die Geschichte mit der typischen bayerischen Klangfärbung. Oh nein, Graf muss nicht auf besondere Dialektelemente zurückgreifen, ihm gelingt es allein durch den Satzbau, das typisch Bayerische darzustellen. Das ist eine Kunst, die nichts mit Bayerntümelei zu tun hat. So kann nur einer schreiben, der seine Heimat über alles liebt und den Leuten sehr genau zuhört. Graf ist auch der Spezialist für humorvolle Detailschilderungen. Ganz besonders konnte er sich an Szenen ergötzen, wenn einer der "braunen Wichtigmacher" gerade durch seine Aufgeblasenheit sich der Lächerlichkeit preisgab. Ein lautes Lachen vermeint man durch die Buchseiten zu hören. Nein, in diesem Buch wird keineswegs durch billige Effekthascherei eine Lanze für das Bayerische gebrochen. Es ist sehr gut lesbar, äußerst unterhaltsam und durch die zeitgeschichtlichen Darstellungen absolut zeitlos. Auch jüngere Leser können sich garantiert dafür begeistern. Bei mir hat das Buch einen Ehrenplatz, wie so viele Oskar Maria Graf Werke.
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hervorragende Zeitdokumentation
Ich finde, es ist das beste Buch von Oskar Maria Graf. Die Zeit um die Jahrhundertwende (1900) wird hervorragend erzählt, die Erlebnisse seiner Kindheit sehr bildhaft... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. März 2010 von brilluna
Spannendes Zeitdokument
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Veröffentlicht am 11. November 2007 von Chris W.
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Eine Anregung: Ehm Welk, Die Lebensuhr des Gottlieb Grambauer 0 04.09.2007
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