Von Jean-Claude Izzo, dem mit der 'Marseille-Trilogie' eine wunderbare, facettenreiche Krimireihe gelungen ist, werden hier einzelne veröffentlichte Kurzgeschichten aus den neunziger Jahren zusammengefasst.
Vielleicht liegt es an der komprimierten Natur dieser ursprünglich losen Veröffentlichungen, dass sich beim Lesen schnell Monotonie breitmacht: Jede einzelne der Geschichten endet mit Unglück, Mord, Selbstmord oder zumindest Verzweiflung. Es fehlen auch die Untertöne von Güte, Warmherzigkeit und Hoffnung, die besagte 'Trilogie' so auszeichnen.
Ich kann trotz des geringen Umfangs (100 Seiten) nur raten, nicht das ganze Büchlein auf einmal zu lesen, da die Düsternis und Unheil arg monoton die Handlung aller Geschichtchen bestimmen. Wer schon anderes von Izzo kennt wird vermutlich enttäuscht werden.