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Das alte Kind. Der alte Mann. Zwischen diesen beiden Kapitelbögen erstreckt sich ein Leben, das noch immer gelernt werden will. Noch einmal begibt der 1933 in Chemnitz Geborene sich auf den langen Flüchtlingstreck aus dem Osten, erfährt vom Tod des Vaters im Kriegsgefangenenlager, durchlebt den fürchterlichen Tablettentod der Mutter. 1987 erst, anlässlich eines Wiedersehens mit Nürtingen, gelang es Peter Härtling, dieses Ereignis dichtend zu verarbeiten. Ein Pfarrer, ein Maler, ein Lehrer -- feine und liberale Nürtinger Geister nahmen den Frühwaisen damals unter ihre Fittiche. Mithilfe dieser wunderbaren Menschen fand er den Weg ins Schreiben. Schon bald empfing Nürtingen die ersten Verse eines spindeldürren Jungen.
Geistige Nahrung angesichts einer Schulzeit, einem "eigentümlichen pädagogischen Niemandsland, in dem braune Lehre und Re-education sich streiten", bot auch die Bücherstube von Margot Hauber. Härtling erinnert sich dankbar. Sie fütterte ihn mit Rilke, ließ ihn die Stimme Beckmanns aus Borcherts Draußen vor der Tür hören. Noch heute staunend erinnert Härtling sich, wie leicht es ihn in die Verlags- und Literatenszene der noch jungen Bundesrepublik verschlug. Böll, Zuckmayer, Arno Schmidt -- große Namen, große Begegnungen ziehen noch einmal vorüber.
Nach seiner Zeit als Cheflektor beim Fischer-Verlag lässt Härtling in den Siebzigerjahren sein Buch sanft frühzeitig ausklingen. Dass er die nun eigene Schriftstellertätigkeit keinerlei Selbstbetrachtungen unterziehen möchte, ist bei einem wie ihm keine Merkwürdigkeit. Wir kennen das Ergebnis ohnehin. Hölderlin, Schumanns Schatten, Schubert,zuletzt E.T.A. Hoffmann, Figuren, die Peter Härtling in seinen romanhaften Biografien zu völlig neuem Leben erweckt hat. Nun wirft der große Schriftsteller den Blick auf sein eigenes Leben, das ihm noch immer zu lernen gibt. Ein wahrhaft großes Geschenk! --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
»Härtling schreibt, wie er immer schrieb: schwebend und doch genau, feinfühlig und stimmungssicher ... Seine Autobiografie ›Leben lernen‹ ist das leise Bekenntnis eines langen Lebens. Wollen wir das lesen? Unbedingt.«
Rheinischer Merkur
»Ein äußerst lebendiges Stück Literatur- und Zeit-geschichte der Nachkriegsjahre bis in die heutige Zeit (...) ein Buch, in dem Peter Härtling seine wunderbare Erzählkunst vereint mit unzähligen Informationen zur Zeitgeschichte, spannenden Ereignissen und sehr persönlichen Bekenntnissen.«
Heidenheimer Nachrichten
»Spannend wie ein Roman ... wunderbar erzählt.«
Brigitte
»Ein unaufdringlicher und gleichermaßen aufrichtiger Blick auf die Geschichte einer ganzen Generation.«
Südkurier
»Glänzend geschriebene Erinnerungen, gescheite, von beispielgebender Vernunft getragene Gedanken, lebendige Geschichte.«
Frankfurter Neuen Presse
»Ein sympathisches Erinnerungsbuch.«
Passauer Neue Presse
»Es ist ein einzigartiges Leben, und es ist die Geschichte einer ganzen Generation. (...) Peter Härtling erzählt in seinen Erinnerungen offen und ungemein fesselnd, wie er, Flüchtlingskind und Frühwaise, ein junger Journalist, ein erfolgreicher Lektor und Verlagsleiter und schließlich ein vielgelesener Autor wurde.«
Ostthüringer Zeitung
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