Sehr gute Idee, ausschließlich Zitate von Freddie für das Buch zu verwenden, weil so ein authentischeres Bild über ihn entsteht, als wenn irgendwelche vermeintlichen Weggefährten, die ihn gekannt haben wollen, ein "Enthüllungsbuch" schreiben.
Aus dem Buch wird deutlich, dass Freddie ein sehr aufrichtiger Mensch war, im Gegensatz zu vielen heuchlerischen Kollegen in der Musikszene. Er hat frei heraus gesagt, was er denkt. Manche Aussagen widersprechen sich; da unter den jeweiligen Zitaten leider nicht die jeweilige Quelle mit Datum vermerkt ist, kann man nicht immer erschließen, ob er sich tatsächlich widersprochen oder ob sich einfach im Laufe der Jahre seine Ansicht geändert hat. Es wird auch deutlich, wie wichtig ihm die Band Queen war und dass ihm viel daran lag, stets gute und vor allem neue Musik zu produzieren und sich nicht auf den Lorbeeren vergangener Hits auszuruhen. Insofern hätten Queen es sich sehr einfach machen können.
Bewegt hat mich, dass er offensichtlich selber nie damit gerechnet hat, besonders alt zu werden, und dies auch nicht angestrebt hat. Leider ist dies ja auch eingetroffen.
Wer dieses Buch liest, erfährt eine Menge über Freddie. Vor allem, dass er nicht immer der Draufgänger war, wie er dies auf der Bühne dargestellt hat. Nach Lektüre wurde mir noch klarer, welch aalglatte Luschen oder Schnapsleichen sich nur noch im Musikbusiness bewegen. Es wird wohl niemand mehr im Musikbusiness auftauchen, der nur annähernd mit Freddie zu vergleichen wäre. Allein, dass ein Robbie Williams als großer Entertainer auf der Bühne gefeiert wird, sagt doch schon alles darüber aus, wie weit es gekommen ist!
Einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass unter den jeweiligen Zitaten nicht die Quelle mit Datum vermerkt war und man ab und zu raten musste, in welcher Zeit ungefähr Freddie die Aussagen gemacht hat. Aufgrund dessen, dass mich das Buch gefesselt hat, trotzdem fünf Sterne.