Ich habe Petra Thorbrietz in der Sendung von Reinhold Beckmann gesehen u. bin so auf ihr Buch aufmerksam geworden. Nachdem ich es mir gekauft hatte u. nun auch gelesen habe, muß ich sagen, daß ich ein wenig hin u. her gerissen bin über den Inhalt des Buches.
Da ist einerseits die erschütternde Krankengeschichte ihres mittlerweile verstorbenen Ehemannes Janos Thorbrietz u. andererseits das Resultat von Petra Thorbrietz' Recherchen zum Thema Krebs u. Sterben in Deutschland.
Wenn man, so wie ich, aufgrund des erschütternden Schicksals von Janos Thorbrietz, das seine Frau, die Autorin, in der Fernsehsendung erzählt hat auf das Buch aufmerksam geworden ist bzw. wird u. eigentlich "nur" mit der Geschichte des Ehemannes im Buch rechnet, dann ist man doch einigermaßen erstaunt, wie oft die Autorin von der, wie man meint, eigentlichen Geschichte immer wieder abdriftet auf "Nebenschauplätze", die zwar irgendwie auch wieder mit dem Thema zu tun haben, aber für meinen Geschmack wäre es besser gewesen, die Geschichte des Ehemannes am Stück zu erzählen, dann wäre sie noch eindringlicher gewesen. So wurde sie leider immer wieder mit Fakten unterbrochen, was mehr an ein Sachbuch erinnerte, nichts dagegen, aber für mich wäre das wieder ein anderes Buch gewesen.
Damit Sie mich jetzt aber nicht gänzlich falsch verstehen, das Buch ist trotzdem sehr, sehr gut, u. ich kann es wirklich nur jedem u. jeder empfehlen, weil man sehr viel lernt über IST-Zustände in Deutschland zum Thema Krebs, Therapien, Pflege, Ärzte, Palliativmedizin u. Sterbehilfe, um nur einige Fakten zu nennen, die sehr gut besprochen werden im Buch. Ein Buch, das Ärzte, Pfleger u. Funktionäre aus dem Gesundheitswesen unbedingt lesen sollten u. auch interessierte Angehörige oder überhaupt Interessierte. Man kann daraus sehr viel lernen.
Nichtsdestotrotz sollte man sich vor dem Lesen auf eine Mischung zwischen persönlichem Erfahrungsbericht u. einem Sachbuch einstellen, dann kann man auch nicht enttäuscht werden.
Fazit, sehr lesenswert !!!