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Leben ausser Kontrolle


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Produktinformation

  • Regisseur(e): Bertram Verhaag
  • Produzenten: Bertram Verhaag, Michel Morales
  • Format: DVD-Video
  • Sprache: Deutsch
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Infoprogramm
  • Studio: DENKmal-Film GmbH
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 95 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: 3935573138
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.171 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Mitte der 80er Jahre findet die Wissenschaft mit der Gentechnologie den Schlüssel, sich die Erde und vor allem ihre Geschöpfe endgültig untertan zu machen. Plötzlich scheint alles möglich!
20 Jahre später begeben wir uns auf eine Weltreise, um die fortschreitende Genmanipulation bei Pflanzen, Tieren und Menschen zu erkunden:
Wegen einer katastrophalen Ernte bei gentechnisch veränderter Baumwolle stehen viele indische Bauern vor dem Ruin, verkaufen eine Niere oder begehen Selbstmord.
In Kanada weht genmanipulierter Rapssamen auf die Felder benachbarter Biobauern und macht damit ökologischen Anbau unmöglich.
Das isländische Parlament verkauft das gesamte Genpotenzial seiner Bevölkerung an eine private Firma, die die Daten wiederum gewinnbringend an die Pharmaindustrie und Versicherungen weiterverkaufen will.
Als "Vampirprojekt" wird ein Forschungsprojekt bezeichnet, bei dem 700 sogenannten aussterbenden Völkern - unter dem Vorwand gesundheitlicher Vorsorge - Blut-, Haar- und Speichelproben entnommen werden. Die Genproben verschwinden in den Labors der Industrie und sollen wertvolle Patente ermöglichen.
Weltweit bieten nur eine Handvoll idealistischer Wissenschaftler der Industrie die Stirn und untersuchen - unabhängig von deren Geld - die Auswirkungen transgener Tiere und Pflanzen auf die Umwelt und auf unsere Gesundheit, wenn wir diese genmanipulierten Lebensmittel zu uns nehmen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

58 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von D.R. Leserin am 7. April 2005
Format: DVD
Der Name „Leben außer Kontrolle" spricht Bände, schließlich streben die Gentechniker gerade das Gegenteil an. Sie wollen das Leben nicht nur kontrollieren, sondern - mit Hilfe der Patentämter - besitzen.
Schon in einem früheren Film (tote Ernte 2001) hatte Bertram Verhaag vom Schicksal des Kanadiers Percy Schmeisser erzählt. Dessen Schicksal greift der neue Film wieder auf. Schmeisser züchtet schon seit Jahrzehnten seine eigene Rapssorte, die er immer wieder nachbaut. Vor einigen Jahren musste er nun feststellen, dass seine Ernte als Saatgut unbrauchbar war. So stark war sie von dem Roundup Ready Raps eines Nachbarn verseucht. Eigentlich hätte Schmeisser Schadenersatz zustehen müssen - denkt man als naiver Europäer. Aber das Gegenteil war der Fall. Schmeisser wurde verurteilt, weil er keine Patentgebühren gezahlt hat. Ein Bauer sei für das verantwortlich, was auf seinen Feldern wächst. In einer langen Einstellung zeigte der Film, wie der Wind dort ganze Rapsstauden über weite Strecken vor sich hertreibt. Auch Biobauern sind dieser Invasion ausgeliefert, obwohl sie regelmäßig die fremden Pflanzen einsammeln.
Noch schlechter erging es indischen Bauern. Sie glaubten den Webefilmen für genmanipulierte BT-Baumwolle. Aber statt der versprochenen Baumwollberge gab es eine jämmerlichen Missernte und die Bauern sind ruiniert. Tausende haben schon Selbstmord begangen, andere versuchten sich durch den Verkauf einer Niere zu retten oder sie mussten ihr Land, ihre Lebensgrundlage, verkaufen und als Bettler in die Slums der Städte ziehen. Nicht nur deshalb gibt es in Indien eine stetig wachsende Bewegung gegen die Saatgutfirmen, allen voran Monsanto.
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81 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Kirschner am 25. Februar 2007
Format: DVD
Kann man Leben patentieren? Na klar! Bringt das Geld? Tonnenweise. Ist das nicht unsittlich? Ach, hören Sie doch auf! Wir sind schließlich im 21. Jahrhundert, und da fragt doch keiner nach Moral. Und die Gefahren? Blödsinn. 200 Millionen Amerikaner, so zeigt uns Dokumentarfilmer Bertram Verhaag, essen bereits seit neun Jahren genveränderte Nahrung. Ok, nicht weil sie das aktiv gewählt hätten … man hat es ihnen nicht unbedingt gesagt, aber schauen Sie doch nur: Die sind immer noch da! Ist das nicht der Beweis für die Unschädlichkeit von Genfood?

Seien wir realistisch: Genfood ist nicht im Kommen, es ist schon da. Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland, genauso wie in Indien, und auch sonst fast überall auf der Welt. Wenn man diesen Film ansieht und die Übermacht der Konzerne wie Monsanto reflektiert, die den Bauern die genetisch veränderten Samen reindrücken, ob sie wollen oder nicht, dann fragt man sich wirklich, wo zum Teufel überhaupt noch eine Chance bestehen soll, daß dies alles gut ausgeht. Sind unsere Eliten denn wirklich total meschugge? Sie setzen genetisch veränderte Pflanzen- und Tierarten in die Welt, von denen niemand, wirklich niemand jetzt sagen kann, was diese neuen Arten mit unserem ökologischen Gleichgewicht anstellen werden. Geschweige der Frage, ob der Verzehr dieser Tiere vielleicht auf lange Sicht noch mehr Krebs und sonstige grauenhafte Krankheiten erzeugen wird. Und wozu überhaupt?! Schmeckt das Zeug besser? Nicht, daß ich wüßte. Ist es resistenter gegen Schädlingsbefall?
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Lothar Hitzges am 10. August 2007
Format: DVD
Der Film zeigt unter anderem einen kanadischen Bio-Bauern. Durch Samenflug wurde sein ökologisch reines Feld mit einem Genprodukt von dem Chemiekonzern Mosanto konterminiert. Anstelle von Schadensersatz gabt eine Klage des Konzerns gegen den Bauern wegen Patentmissbrauchs.

Einen halben Erdball weiter. Arme indischen Bauern versprach man mit genmanipulierten Samen für Baumwolle sichere Ernten in der Zukunft. Doch das Produkt leistete nicht das Versprochene. Die Baumwolle verfaulte noch vor der Ernte am Strauch. Die Folge: Land- und, was schlimmer wiegt, Organverkäufe. Die Armut stieg weiter an. Nicht nur die sichtbaren Fehlleistungen der Genprodukte machen Sorge, sondern die viele kleine Nebenwirkungen, wie die Reduzierung der Artenvielfalt und absichtliche Unfruchtbarkeit der Tochtersamen, usw.

Außergewöhnlich auch der Schritt des isländischen Staates. Er verkaufte die gesamten Gencodes seiner Bevölkerung an eine private Firma. Die will die Daten gewinnbringend an Pharmakonzerne und Versicherungen weiterverkaufen.

Noch radikaler scheint die Vorgehensweise im bekannt gewordenen Vampirprojekt. Unter dem Deckmantel der Gesundheitshilfe in Entwicklungsländern sammelte eine Firma von über 700 vom Aussterben bedrohten Völkern Genmaterial.

Manchmal dauert es eine gewisse Zeit bis die Wundermittel der Pharmaindustrie ihr hässliches Fehlverhalten in vollem Ausmaß zeigen. Man denke zurück an das Pflanzenschutzmittel DDT oder an das Beruhigungsmittel Contergan. Die Sorglosigkeit der Fortschrittsdenkenden wird in diesem Film in ihrem erschreckenden Auswüchsen gezeigt.
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