Aus der Amazon.de-Redaktion
An der Nordküste Spitzbergens ist alles lebensfeindlich -- die Polarnacht, die Kälte, das Eis, das Meer, die Stürme, die stets hungrigen Eisbären, die Einsamkeit. Lebensfeindlich für den Menschen. Die Mikroorganismen im Eismeer finden dagegen in diesen extremen Umweltbedingungen einen optimalen Lebensraum. Und deshalb startete Hauke Trinks seine Forschungsreise ins ewige Eis. Anhand der Kleinstlebewesen sucht der Physiker Hinweise dafür, dass das Leben im Eis entstand. Über ein Jahr verbrachte er deshalb alleine auf seinem Segelboot an Spitzbergens Küste und berichtet davon in seinem Tagebuch
Leben im Eis.
Tagebuch einer Forschungsreise in die Polarnacht lautet der Untertitel des Buches. Die Befürchtung, mit schwer verständlichen Versuchsanordnungen oder wissenschaftlichen Theorien eines Physikprofessors konfrontiert zu werden, sind allerdings unbegründet. Der ehemalige Präsident der TU Hamburg beschreibt vielmehr seinen Kampf ums Überleben im Eis. Denn der steht in dieser unwirtlichen Region an allererster Stelle. Und Trinks beschreibt den "Alltag": die spartanischen Mahlzeiten, den Haushalt an Bord, die Ausflüge mit den beiden Hunden, die Robbenjagd, seine Bemühungen, die Vorräte eisbärensicher unterzubringen -- und vor allem den Kampf gegen die Trübsal.
Was für ein Mensch muss man sein, um sich diesen Strapazen auszusetzten? Jedenfalls einer, der nicht viel Aufhebens um die eigene Person macht. Der Mensch Hauke Trinks steht im Tagebuch nicht im Vordergrund. Die praktische Bewältigung des Alltags ist für ihn das Wichtigste, an zweiter Stelle steht die Wissenschaft, und erst dann sieht sich der Autor auch als ein fühlendes Wesen, das sich -- in seltenen Fällen -- ein bisschen Selbstmitleid und einen Schuss Rum in den Tee gönnt. --Ute Maatz
Kurzbeschreibung
Mehr als ein Jahr verbrachte der Physiker im Norden von Spitzbergen. In der Nähe des Nordpols lebte er allein auf seinem Segelschiff, um das Leben von Bakterien im Eis zu erkunden. Einzige Gesellschafter und Beschützer gegen die Eisbären waren seine beiden Huskies. In seinem Tagebuch beschreibt er den langen und gefährlichen Segeltörn, das Leben im Eis, die Forschung, den mühseligen Alltag, die berauschenden Natureindrücke und auch die Einsamkeit der Polarnacht.