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Leben und Werke des Paters Cruchard und weitere unveröffentlichte Texte
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Wer glaubte, alles von Gustave Flaubert wäre bereits erschienen, sieht sich erfreulicherweise überrascht. Wurde doch vor einiger Zeit ein Konvolut - beschriftet: "Inédits de G. Fkaubert / en vue d'une plaquette" - gefunden. Diese Konvolut enthält Briefe und Notate, die eventuell - so der Hinweis - "für ein geplantes Bändchen" gedacht waren. Es sind durchweg autobiografische Notizen.

Eigentlich für die Schublade geschrieben, wie die Herausgeberin und Übersetzerin Elisabeth Edl in einem interessanten, kenntnisreichen Nachwort anmerkt, hat diese Materialiensammlung nun doch das Licht der literarischen Welt erblickt. Und dass, obwohl Gustave Flaubert allem Autobiografischen abhold war. "Es ist eines meiner Prinzipien, daß man nicht von sich selber schreiben darf". Und "Schluß, und das heißt Schluß und zwar für immer mit dem Persönlichen, dem Intimen, dem Relativen."

Um so schöner und erfreulicher, dass es jetzt die in diesem Bändchen zusammengefassten Texte gibt. Zum Beispiel "Alfred" - in kurzen Notizen eine Hommage an seinen Freund Alfred Le Poittevin, über dessen Beerdigung Flaubert todtraurig notiert: "Es war eine trockene Bitterkeit - ich konnte nicht weinen - ich hatte Schluchzer im Bauch...".

Mit einer sehr intensiven sowohl literarischen als auch persönlichen Freundschaft hat der Text "Mein armer Bouilhet" zu tun. Auch hier noch einmal ein Rückblick auf gemeinsame Jahre - und dann Bouilhets Tod. "Ich finde nichts mehr, was ich sagen könnte - es schnürt mir die Kehle zu..."; "ich küsse in Gedanken deine schöne gedankenschwere Stirn".

Gedanken und Notizen aus Anlass des Besuchs von Zar Alexander II. in Paris. Flaubert war als Gast und Beobachter dabei, bei einem "Ball zu Ehren des Zaren". Was daraus werden sollte? Wahrscheinlich ein Roman über das Zweite Kaiserreich.

Und schlussendlich die schöne Geschichte - schon richtig ausformuliert - über "Leben und Werke des Paters Cruchard". Eine fiktive Gestalt, eine kleine Burleske, eine "Erfindung" in den glücklichen Tagen in Nohant, wo Flaubert zu Gast war bei seiner Freundin Aurore Dupin, verehelichte Baronin Dudevant - genannt George Sand. Dieser Cruchard hat sich dann auch noch derart "verselbständigt", als Flaubert künftig auch Briefe mit seinem Namen zeichnete.

Eine schöne Trouvaille, die uns den großen französischen Romancier wieder einmal näher bringt.
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