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Leben und Meinungen von Tristram Shandy, Gentleman: (Reihe Reclam) [Gebundene Ausgabe]

Laurence Sterne
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1995
Tristram Shandy setzt an, seine Lebensgeschichte lückenlos zu erzählen. Doch dabei wird er immer wieder gestört. Da tritt sein Vater Walter auf den Plan, kopflastig und autoritätsgläubig, der in seiner Unfähigkeit zu handeln allerhand Unglücksfälle heraufbeschwört, und Tristrams Onkel Toby taucht auf, ein ehemaliger Offizier, der in seinem Gemüsegarten die Feldzüge, an denen er beteiligt war, mit einer Spielzeugarmee nachstellt. Und dann treten noch allerlei andere wunderliche Typen mit ihren Steckenpferden auf, über die berichtet werden muss. Laurence Sternes »Tristram Shandy« gilt wegen seines raffinierten und ungemein vergnüglichen Spiels mit den Möglichkeiten des Erzählens als erster moderner Roman.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 793 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 315051441X
  • ISBN-13: 978-3150514412
  • Größe und/oder Gewicht: 16,3 x 10,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.107.372 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Laurence Sterne wurde 1713 in Clonmel (Irland) geboren und starb 1768 in London an Tuberkulose. Er studierte Theologie und wurde anglikanischer Pfarrer. Während das Erscheinen des Tristram Shandy 1759 in seiner Gemeinde einen Skandal auslöste, wurde er in den Londoner Salons gefeiert. Bis heute gilt er als einer der wichtigsten Romane der Weltliteratur.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über die gut verträgliche Leichtigkeit des Seins 25. August 2000
Format:Taschenbuch
Eingestellt auf eine sich kontinuierlich entwickelnde Geschichte, fühlte ich mich am Anfang ein wenig vor den Kopf gestossen. Laurence Sterne lässt Geschichten abrupt enden, kommt vom Hundertsten ins Tausendste und wechselt die Zeiten ungeniert. Noch dazu scheint es nicht genug dieses Buch zu lesen. Es entsteht vielmehr ein Gespräch mit dem Autor, das ständiges Wachsein und eine gewisse Eigenaktivität erfordert. Aber beim Weiterlesen stellte ich fest, dass es nicht nur der Inhalt der Geschichten war, der mich fesselte. Es ist mehr die Art wie er mich miteinbezog, wie er mir eine Art interaktiven Lesens abverlangte.
Bei Sterne weiss man nie, was der nächste Absatz bringt, ja man weiss nicht einmal, ob er nicht das nächste Kapitel auslässt, um es später nachzuholen oder auch nicht. Das erzeugt Spannung und erfordert Aufmerksamkeit.
Aber das eigentlich Bezaubernde und Tröstliche an diesem Buch ist die Haltung des Autors. Es zeichnet ihn aus ohne Vorwurf, ohne Klage und ohne wertendes Urteil seine Geschichten zu erzählen. Für mich das eigentlich Eindringliche ist die Freundlichkeit und Gutmütigkeit mit der er menschliche Schwächen, Missverständnisse und Eigenheiten seiner Charaktere sehenden Auges aus tiefem Herzen wertschätzt. Es gibt kein Geziehe und Gezerre an seinen Figuren. Er stellt sie ungeschminkt dar, hilflos, lächerlich und liebenswert.
In einem Buch erzählt er gleichzeitig von mehreren Reisen durch Frankreich. Es ist von erfrischender, scheinbarer Belanglosigkeit und obwohl ich nicht mehr sagen könnte, wovon es handelt, erinnere ich mich daran, mehrfach gelacht und fast immer geschmunzelt zu haben bei der Lektüre.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Jeder Leser, der den "Tristram Shandy" zum ersten Mal zur Hand nimmt, fühlt sich durch das Buch irritiert und gefoppt und es gehört eine gesunde Portion Leselust dazu, sich durch die knapp 700 Seiten hindurchzukämpfen. Zumal man vom Autor auch schon mal ein paar Seiten zurückgeschickt wird, um seine beim ersten Lesen nur unvollkommen aufgenommenen Gedanken durch ein zweites Lesen zu intensivieren. Zum Ausgleich werden einem durch ein (vom Autor) geschwärztes, aber dennoch abgedrucktes Kapitel zehn Seiten "geschenkt". Es gibt keine geschlossene Handlung im üblichen Sinne und damit keine auf den Ausgang bezogene Spannung, sondern nur Fragmente von Handlungen und ein auf die jeweilige Situation oder die gedankliche Kapriole fixiertes Interesse des Lesers. Die Meinungen und Ansichten Tristrams machen nicht den Inhalt des Romans aus, sondern man erfährt vielmehr etwas über die Steckenpferde seines Vaters und Onkels. Ein Gutteil der Verständnisschwierigkeiten, denen man sich bei der Lektüre des Romans gegenübersieht, resultiert aus dem ständigen Wechsel zwischen den verschiedenen Zeitebenen, auf denen das Geschehen angesiedelt ist So liegt das Ende des Romans (paradoxerweise) zeitlich vor seinem Anfang. Trotzdem, oder gerade deswegen ist das Buch eines von der Sorte, die man gelesen haben muss, wenn man das Lesen von Büchern als eine liebe Beschäftigung schätzt. Manchmal glaubt man, Laurence Sterne habe das Buch nur geschrieben, um seine wunderbaren paradoxen Einfälle, die bei der Lektüre anderer Bücher bekommt, miteinander zu verbinden. Es ist etwas ganz besonderes, wenn man als Leser direkt vom Autor angesprochen wird. Es ist etwas noch viel bedeutenderes, wenn man das Fertigstellungsdatum des Romans im Jahre 1759 bedenkt. Deshalb sind 5 Sterne noch einer zu wenig. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Tohuwabohu 16. Juli 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Laurence Sterne verfaßte mit diesem Buch eine Parodie der Kunstform des Romans, die noch nicht allzulange zu dieser Zeit gebräuchlich war. Denn es entspricht nichts weniger als einem Handlungsablauf, der relativ klar, da kontinuierlich, zu verfolgen ist. Es wimmelt in diesem Werk von Rückblenden und Vorausblicken, Abschweifungen und Ergänzungen, aufgrund deren der Verfasser es erst ab Seite 200 etwa schafft, die eigentliche Hauptperson, nämlich ihn selbst, Tristram Shandy, überhaupt das Licht der Welt erblicken zu lassen. Selbst dann gelingt es nur unter erheblichen Komplikationen, denn der Autor bleibt immer wieder an den vorausgehenden Ereignissen hängen und schweift ab, so daß sogar der Ritt des Knechtes, der beauftragt wurde, einen Arzt zu holen, zu einem regelrechten Abenteuer wird. Als dann dieser Tristram endlich auf die Welt kommt, wird nicht direkt seine Geschichte erzählt, sondern weiterhin die seiner Mitmenschen, die mit so manchen Schrullen behaftet sind. So ist da zum Beispiel Onkel Toby, ein alter Kriegsveteran, der in der langen Zeit, in der er durch eine Verletzung an das Bett gefesselt ist, sich ausführlich mit Festungsbaukunde beschäftigt und darin zu einem ausgesprochenen Experten heranreift. Als er schließlich genesen ist, stellt er mit der Hilfe seines ausgesprochen erfindungsreichen Dieners sämtliche Schlachten des vorhergegangenen Krieges in seinem Garten nach. Doch auch der Vater Tristrams ist ein gelehrter Mann, der sich mit allerlei Problemen der Menschheit befaßt, so schriebt er einen Essay über Nasen und hat eine Vielzahl wissenschaftlicher Abhandlungen über dieses Thema gesammelt. Lesen Sie weiter... ›
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