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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr gute SACD!, 13. Februar 2006
Da die meisten Schiller Fans vermutlich bereits Ihre eigene Meinung zu der Qualität dieses mittlerweile etwas älteren Werkes haben, will ich mich bei der Rezension größtenteils auf Aussagen zur SACD als solchen beschränken.---- Für alle die Schiller nicht kennen, hier der Versuch einer kleinen Klassifizierung des Schiller Sounds: Schiller besteht aus dem "Kopf", Produzent & Songwriter Christopher von Deylen der seine Musik selbst als Global Pop bezeichnet. Da das vielleicht nicht ganz so aussagekräftig ist, würde ich es ergänzend als ein Crossover aus leichtem Trance, "Enigma ohne mystische Elemente und moderner" und Dancefloor Elementen, gepaart mit chillouttypischen Einflüssen bezeichnen. Zu jedem Album werden -teils wiederkehrende- Sänger, Songwriter und Musiker hinzugezogen und somit ist Schiller eher als Projekt und nicht als Gruppe zu verstehen. Die Schiller Alben ähneln sich vom Stil her natürlich alle aber durch die wechselnde Mitarbeit unterschiedlicher Musiker, werden Sie mir persönlich trotzdem nie langweilig und wissen alle auf Ihre Art zu gefallen. Die "elektronischen, sphärischen und musikalischen Klänge" werden teilweise durch den Gesang verschiedener Personen verfeinert, teilweise durch gesprochene Passagen (Intros, Übergänge etc.). Bei dieser Ausgabe sind Maya Saban, Mila Mar, Heppner, Sarah Brightman, Veljanov und Kim Sanders mit von der Partie und alle tragen mit ihren guten, bzw. sehr guten (Heppner, Sanders) und einprägsamen und wieder erkennbaren Stimmen zum Gelingen des Albums bei. Gerade die soulige und einfühlsame "Schlafzimmerstimme" (ohne "Schlafen..." zu wörtlich zu nehmen) von Kim Sanders kommt sehr gut in diesem räumlichen Mix. Im Großen und Ganzen eignet sich die Musik hervorragend zum Entspannen, man kann ihr aber auch einfach gebannt lauschen oder ein Buch nebenbei lesen. ---- Diese SACD genieße ich persönlich am liebsten vor allem laut und alleine. Durch den glasklaren Klang der in DSD Technik aufgenommenen SACD wird es so gut wie bisher nie möglich, in die Klangwelt von Schiller einzutauchen. Bei der SACD handelt es sich um die Hybrid Variante, d.h. sie enthält einen normalen Audio CD Layer sowie den SACD Layer im Stereo und Multichannel Format. Da mir der Multichannel Mix auf Anhieb so extrem gut gefallen hat, kann ich keine wirklich objektive Meinung zu den beiden anderen Varianten abgeben, diese kommen in meinem Wohnzimmer nicht oft zum Einsatz. Der Mix ist konsequent auf alle Boxen verteilt, jedoch ohne das dies die Musik "zerfetzen" würde oder in zu viele Einzelteile zerlegen würde. Er ist einfach stimmig und schafft zu jedem Lied eine außergewöhnliche Stimmung die in der Stereo Variante nicht im Traum möglich wäre. Trotz allem bleiben die Lieder erhalten, es ist ohne es vorspielen zu können wirklich schwer zu beschreiben. Ich besitze bereits ein paar andere SACDs (Klassik, Rock, Pop etc.) und bin -auch in Ermangelung weiterer SACD Umsetzungen dieses oder ähnlicher Genres- absolut begeistert und hoffe händeringend auf Nachschub. Ich wäre Hr. von Deylen jedenfalls sehr dankbar , wenn er uns auf mit dem neuen Album in SACD Format verwöhnen würde oder sogar noch die alten re-releasen würde. Eine Anfrage blieb bis jetzt leider unbeantwortet. Im Vergleich zu den Highlights meiner SACD Sammlung (Brothers In Arms, Dark Side Of The Moon, The Stranger, Messiah, Up) schlägt sich diese SACD absolut gut und meiner Meinung ist es sogar in diesem elitären Kreis zusammen mit Gabriels "Up" die Beste. Die wahnsinnige Klangfülle und ständige Verteilung des Sounds auf alle Boxen, gepaart mit gezielten Effekten im hinteren Bereich lassen Sie rein subjektiv sogar an die Spitze meiner Toplist wandern. "Dark Side..." klingt -vermutlich aufgrund der "alten" Master- für meinen Geschmack weniger voll und "Up" setzt größtenteils -trotz ebenfalls glasklarem Sound- auf Effekte im hinteren Bereich, in der subjektiven Räumlichkeitsempfindung kann sie nicht ganz mithalten. Schiller Fans mit dem passenden Equipment sollten auf jeden Fall zugreifen, alle anderen die eine Abwechslung von den sehr typischen und klassischlastigen SACD Releases gebrauchen können, sollten die SACD auf jeden Fall probieren, auch wenn es vielleicht nicht unbedingt Ihr Geschmack ist. Verstauben wird sie auf jeden Fall nicht, da sie schlimmstenfalls zur einer Demo-SACD für offene Münder von Freunden, Bekannten und Verwandten degradiert werden könnte. ---- Generelle Schlußbemerkung: Wer sich bisher für SACDs interessiert hat jedoch nicht über den allergrößten Geldbeutel verfügt, kann nun Player ab ca. 90 € ergattern die so ziemlich alles fressen was rund ist und ein Loch in der Mitte hat (DVD, SACD, DVD-Audio, DivX etc.). --- Ach ja, damit es keine Missverständnisse in Bezug auf andere Kritiken gibt: Es ist eine Hybrid-SACD die bei 2 Titel folgende Besonderheit aufweist: In der Stereo Spur (sowohl SACD als auch CD), sind die „Fernsehfassung“ der Lieder „Leben“ & The Smile“ enthalten. In der MultiChannel Variante sind die beiden Liedern in der (vermutlich) Album Version enthalten. Alles andere ist gleich und der Hinweis klebt auch auf der CD. Man erhält dadurch eigentlich 2 Versionen mehr, diese dann halt nur nicht im MC Mix.
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