Pressestimmen
»Die kritisch kommentierte, von Alessandro Nova herausgegebene Ausgabe verdient nicht nur wegen des reichhaltigen Anmerkungsapparats, der Abbildungen von Kunstwerken mit Hinweisen auf ihre heutigen Standorte und wegen der brillanten Übersetzung von Victoria Lorini Lob, sondern auch deshalb, weil sie als Reihe erschwinglicher Taschenbücher verlegt wird. Denn um Vasaris Lebensläufe der hervorragendsten Künstler kommt kein Kunsthistoriker und kein Kunststudent herum.« (Aureliana Sorrento, WDR 3)
»Giorgio Vasari ist für die Kunstgeschichte das, was Niccolo Machiavelli für die moderne Politikwissenschaft ist: Er schuf das bahnbrechende Werk.« (Salzburger Nachrichten)
Kurzbeschreibung
Die Lebensbeschreibung des Piero di Cosimo (1462-1522) ist eine der unterhaltsamsten Viten Vasaris: Er beschreibt Piero als einen stets in Gedanken versunkenen Künstler, der im Haus alles ungeordnet, im Garten alles wuchernd lassen wollte: »Es gefiel ihm, dieser Verwilderung zuzusehen«. Einen seiner reichgeschmückten Triumph-Umzüge beschreibt Vasari ausführlich, ebenso wie das berühmte Bild ( jetzt in Berlin) von Venus und Mars samt Myrtenwald, Amoretten und Kaninchen. Piero aß am liebsten nur hartgekochte Eier, konnte weder Kirchengeläut noch Chorgesänge ertragen, freute sich über wüste Regengüsse und das Gelächter der Freunde anlässlich seiner närrischen Reden. Der Band enthält außerdem die Lebensbeschreibungen von zwei anderen Florentiner Künstlern, Fra Bartolomeo (1472-1517) und Mariotto Albertinelli (1474-1517); beide Viten sind für Savonarola und seinen »Scheiterhaufen der Eitelkeiten« wichtige Quellen.