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Ich bitte nicht um mein Leben. Eine junge Christin entflieht dem iranischen Terrorregime
 
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Ich bitte nicht um mein Leben. Eine junge Christin entflieht dem iranischen Terrorregime [Gebundene Ausgabe]

Marina Nemat , Holger Fock , Sabine Müller
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 390 Seiten
  • Verlag: Weltbild Buchverlag; Auflage: 1., Aufl. (2. April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898976319
  • ISBN-13: 978-3898976312
  • Originaltitel: Prisoner of Tehran: A Memoir
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,2 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 125.041 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Marina Nemat
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Marina war 14 Jahre alt, als Ayatollah Khomeini im Iran die Macht übernahm. In der Schule rebellierte die junge Christin gegen die islamistischen Indoktrinierung, gab eine verbotene Schülerzeitung heraus. Eines Abends wurde sie abgeholt, im berüchtigten Evin-Gefängnis verhört und gefoltert. Ein Schnellgericht verurteilt sie zum Tode; in letzter Minute rettet Ali, ihr Gefängniswärter, sie vor dem Schießungskommando. Der Preis: Sie musste ihn heiraten. Erst als er von radikalen Revolutionswächtern ermordet wurde, konnte sie der Gewaltherrschaft der Islamisten entkommen.Als sie 16 war, wurde sie zum Tode verurteilt. Mit 17 heiratete sie unter Zwang ihren Gefängniswärter, der sie vor dem Exekutionskommando gerettet hatte. Marina, die iranische Christin, war 26, als sie dem Terror der Mullahs entfliehen konnte.
Der bewegende Bericht einer jungen Iranerin, die als Mädchen zum Tode verurteilt, aber von ihrem Gefängniswärter gerettet wurde.
Aus eigener Erfahrung kann Marina Nemat über den Terror der Ayatollahs und die bedrohliche Lage der christlichen Minderheit im Iran erzählen.

Über den Autor

Marina Nemat wird 1965 als Marina Moradi in Teheran geboren. Ihre Eltern entstammen der westlich orientierten Mittelschicht und gehören zur kleinen christlichen Minderheit. Wegen ihrer Proteste gegen das Regime wird Marina 1982 verhaftet und zum Tode verurteilt. Ihr Gefängniswärter ist bereit, sie zu retten, jedoch nur unter der Bedingung, dass sie seine Frau wird. Nach dessen Ermordung heiratet sie heimlich ihren Jugendfreund Andre Nemat und flieht mit ihm nach Kanada. Mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen lebt sie heute in einem Vorort von Toronto.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bewegend 8. Juni 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Bei dem Buch von Marina Nemat handelt es sich um einen erschütternden und bewegenden Bericht einer Frau, der schon viel wiederfahren ist. Das Buch ist gut zu lesen und gibt einem wunderbaren Einblick in das Leben im Iran vor rund 20 Jahren.

Man kann es immer wieder kaum glauben, was Menschen in manchen Ländern durchmachen müssen, wenn sie zu ihrer Meinung stehen und eine andere Meinung als die Regierung vertreten.

Ein Buch, das sich für jeden empfiehlt, der nicht einfach die Augen verschließen will. Das Buch regt von der ersten bis zur letzten Seite zum Nachdenken an. Wie viele Menschen wohl gerade in diesem Augenblick wegen ihres Glaubens, ihrer Weltanschauung gefoltert und getötet werden?
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Überleben im Terror 1. März 2008
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Am 15. Jänner 1982 wird Marina Moradi-Bakht in Teheran verhaftet. Obwohl erst 16 Jahre alt, verschwindet sie für mehr als 2 Jahre im - schon zur Schah-Zeit berüchtigten - Evin-Gefängnis.
Was ist ihr Vergehen, dass sie in "Abteilung 246" landet? Sie will bloß, dass in ihrer Schule weiterhin regulärer Unterricht stattfindet (statt islamischer Indoktrination)) und verursacht mit dieser Forderung einen Schülerstreik; außerdem gründet sie eine Schülerzeitung: das ist unter Khomeini ihr Todesurteil (welches in ihrer Abwesenheit gefällt wird).
Marina hat "Glück": Ali, ein Verhörspezialist, verliebt sich sie. Mit Hilfe seines Vaters, der mit Khomeini bekannt ist, erreicht er ihre Begnadigung. Er will sie, obwohl sie Christin ist, heiraten. Vorbedingung: Übertritt zum Islam. Aufgrund der Drohungen Alis, im Falle der Weigerung gegen Marinas Familie und ihren Freund Andre vorzugehen, stimmt sie sowohl der Heirat wie dem Übertritt zum Islam zu.
Wie gelingt es Marina, aus dieser Situation herauszukommen? Dies ist die
Frage, die den Leser in Atem hält. Wie gelingt es ihr, die unheimlich viel Mut und Zivilcourage hat, diese Situation zu meistern, nach Kanada ausuwandern und dieses Buch zu schreiben?
Es gibt relativ viele Bücher von und über Frauen, die dem islamischen Kulturkreis entfliehen wollten (und konnten). Marina Nemats Buch ist hier sicher etwas Besonderes. Sie schildert nämlich die Terrorjahre im Iran nach dem Sturz des Schah und die Übernahme der Herrschaft durch Khomeini und seine Schergen.
Bis zu einem gewissen Grad kann man ja verstehen, dass sich die ehemaligen Opfer des SAVAK (= Geheimdienst des Schah) an ihren Schergen rächen wollten; dass aber Jugendliche - wie Marina - brutalst, weil sie gegen Khomeini und sein Regime zB nur demonstrierten, gefoltert und teilweise ohne Urteil erschossen wurden, lässt das sicherlich brutale Regime des Schah in einem anderen Licht erscheinen.
Nur ein Beispiel: Es gibt das (nie dementierte) Gerücht, dass Mädchen vor ihrer Erschießung noch vergewaltigt wurden. Jungfrauen kämen nämlich, nach Ansicht ihrer Vergewaltiger, sogleich in den Himmel...
Nein, vergnüglich ist die Lektüre dieses Buches nicht (auch wenn für die Autorin die Sache letztlich positiv endet). Und: Die iranische Gesellschaft, in der derzeit gewisse Öffnungstendenzen erkennbar sind, wird sich irgendwann auch diesem Kapitel stellen müssen: nämlich der Tatsache, dass Tausende junger Menschern von fanatisierten und perversen Männern ermordet wurden.
Daneben bietet das Buch einen faszinierenden Einblick in eine multireligiöse und multikulturelle Gesllschaft, die es in dieser Form heute sicherlich nicht mehr gibt.
Höchste Leseempfehlung!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Absolute Empfehlung 20. Oktober 2008
Von Bianca Wenzel TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Marina Nemat lebt mit ihrer Familie glücklich und zufrieden in Toronto, Kanada. Doch eines Tages kann sie nicht mehr schlafen, die Bilder ihrer Vergangenheit quälen sie zu sehr und so beginnt sie nach und nach, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Erster Leser ist ihr Mann, der geschockt ist, nichts davon gewusst zu haben, seine geliebte Frau nicht einmal danach gefragt zu haben.

Den 15. Januar 1982 wird Marina Nemat niemals vergessen. An diesem Tag klingelte es abends und sie wusste gleich, dass dieser Besuch ihr galt. Sie wurde ins berüchtigte Evin-Gefängnis gebracht. Der Vorwurf: sie habe einen Streik ausgelöst, als sie ihre Lehrerin um Mathematikunterricht bat, der eigentlich auf dem Stundenplan stand. Doch die Lehrerin, Religionswächterin, wollte lieber über Politik sprechen und verwies Marina der Klasse. Womit die Lehrerin nicht gerechnet hatte ' sämtliche andere Mitschülerinnen folgen Marina, was ihr als Streikaufrührerin ausgelegt wird. Ferner wird ihr Redaktionsätigkeit bei der Schülerzeitung vorgeworfen, hier soll sie aufrührerisch gegen die Regierung geschrieben haben. Im Verhör werden Namen von ihr gefordert, Namen, die den Wächtern längst bekannt sind, die Marina trotzdem nicht verrät. Nicht mal unter der Folter. Hier findet sie ihre Kraft im Gebet und erträgt dies bis sie ohnmächtig wird. Kurz danach wird sie zu einem lichtdurchfluteten Platz gebracht, hier soll ein Erschießungskommando stattfinden, Marina wird in allerletzter Minute gerettet. Ihr Todesurteil in eine lebenslange Haft umgewandelt. Ihr Wohltäter heißt Ali und ist ein Gefängniswärter, der sich in sie verliebt hat. Doch dann beginnt der Krieg gegen den Irak und Ali muss an die Front. Marina findet sich in Zelle 7 im Trakt 246 wieder, wo sie ihre alte Freundin Sarah trifft. Gemeinsam verbringen sie die schweren Tage. Immer wieder wird Nemat gefoltert, vergewaltigt, man zwingt sie, zum Islam zu konvertieren, doch sie bleibt standhaft. Als Ali sie heiraten will, hat sie keine andere Wahl, sie muss. Nach zwei Jahren und zwei Monaten kann sie endlich das Evin-Gefängnis verlassen, doch ihre Familie fragt sie niemals, was ihr wiederfahren ist. Marina verdrängt. Erst zwanzig Jahre später, während glücklicher Zeiten in Toronto mit ihrer Familie, bricht alles wieder hervor und sie beginnt, sich die Vergangenheit von der Seele zu schreiben.

Marina Nemats Geschichte geht an die Substanz, schlimm sind die Geschichten, die sie über die Zeit im Evin-Gefängnis erzählt, was sie erlebt hat. Doch interessant hingegen sind auch die Schilderungen über das Leben im Iran vor und während der Revolution 1979.
Subjektiv und eindringlich, aber doch sehr nüchtern, berichtet Nemat von ihrer Zeit im berüchtigten Evin-Gefängnis, das gleichbedeutend ist mit Folter, Tod und verschwunden Menschen. Gelungen sind besonders die Zeitsprüge, die den Leser zwischen glücklicher Kindheit und furchtbaren Erlebnissen im Gefängnis 'zappen' lassen. Die Geschichte ist einfach geschrieben, hebt sich stilistisch aber schon von der üblichen 'Betroffenenliteratur' ab, das Erzählgen liegt wohl auch Marina Nemats Adern. Besonders schön sind die zahlreichen Fotos in der Mitte des Buches, die das Gelesene erlebbarer machen, Marina Nemat gewährt Einblick in ihr Leben, per Text und Bild, und ist somit keine Fremde mehr. Ein kleiner Glossar erläutert die wichtigsten fremden Begriffe. Solche Bücher sind wichtig, sie bieten Einblicke in für uns völlig fremde Welten und zeigen auf, dass der Kampf für die Menschenrechte der wohl wichtigste weltweit ist. Man kann sich nur verneigen vor solch mutigen Frauen wie Marina Nemat, dass sie die Kraft und den Mut hatten, ihre Geschichte in der Öffentlichkeit zu präsentieren und damit anderen Menschen die Chance geben, solch einem Schicksal zu entgehen...
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Veröffentlicht am 17. Mai 2008 von S. Schulze
Sehr gutes Buch
Ein sehr interssantes Buch. Man erhält Einblick in das Leben von Marina. Marina saß im Evin Gefängnis und erlebte die Qualen der Folterung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Mai 2008 von Cornelia Diedrichs
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