Annette Falkes Buch 'Lebe lieber amalgamfrei' schliesst eine Lücke in der Literatur über Amalgam. Es ist der authentische Bericht der Autorin in Tagebuchform über ihre Amalgamvergiftung. Dies macht das Buch so wichtig und glaubwürdig und zu einer wertvollen Hilfe für die Betroffenen.
Amalgamgeschädigte haben nicht nur mit schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, die im Extremfall in die Frühverrentung und Invalidität führen können. Die Krankheit beeinträchtigt auch das familiäre und soziale Umfeld. Oft wird ihnen selbst von Familie und Freunden nicht geglaubt, dass Amalgam durch Blockaden in der körpereigenen Regulation schwere Erkrankungen und heftigste Schmerzen auslösen kann.
Dies umso mehr, als das Krankheitsbild der Amalgamvergiftung bis heute in der Schulmedizin nach wie vor nicht existent ist, obwohl zahlreiche wissenschaftliche Studien die Schädlichkeit belegen und Amalgam in den Zahnarztpraxen nach dem Ausbohren als Sondermüll entsorgt werden muss. Die Ignoranz der meisten Ärzte dürfte politische Gründe haben. Die Entgiftung und Versorgung mit anderen Zahnfüllmaterialien würde Milliarden verschlingen und die ohnehin maroden Krankenversicherungen in den Ruin treiben. Mit Schadensersatzforderungen der Geschädigten wäre zu rechnen. So werden die Symptome der Amalgamvergifteten in andere Krankheitsbilder umetikettiert oder man erklärt sie gleich für psychisch krank. Da die Betroffenen keine adäquate Therapie erhalten, chronifizieren sich viele Krankheiten, an denen Ärzte und Pharmaindustrie dann dauerhaft verdienen können. Die gezielte Desinformation der Bevölkerung und die Verharmlosung von Amalgam hat also durchaus System.
Annette Falke beschreibt in ihrem Tagebuch sehr eindrücklich, welche Konsequenzen das für die Betroffenen hat: Ignoranz und Unwissenheit der meisten Ärzte, dadurch zahllose falsche Diagnosen sowie schulmedizinische Untersuchungen und Therapien, die viel kosten und nicht weiter helfen, eine jahrelange Ärzteodyssee, Tourismus quer durch die Republik zu den wenigen Experten und immer wieder Zweifel, ob man auf dem richtigen Weg ist, weil einem kaum einer glaubt, nicht zuletzt die horrenden Kosten für die Entgiftung, die die Amalgamgeschädigten meist aus eigener Tasche bezahlen müssen, weil es die Krankheit offiziell nicht gibt. Die Lektüre von 'Lebe lieber amalgamfrei' ist eine wichtige Hilfe auf dem langen Weg der Amalgamvergifteten zurück ins Leben. Endlich wird aus Betroffenensicht dokumentiert, welche schwerwiegenden Symptome durch eine Amalgamvergiftung entstehen können, dass man damit nicht alleine ist und sich alles nicht nur einbildet, sondern dass bestimmte Symptome durchaus charakteristisch für diese Erkrankung sind. Das Buch zeigt auch, dass die Beharrlichen, die die Verantwortung für ihre Gesundheit in die eigenen Hände nehmen, sich intensiv informieren und konsequent an ihrer Entgiftung arbeiten, die Chance haben, aus dem Teufelskreis herauszukommen. Es macht Mut, sich den Strapazen der oft jahrelangen Entgiftung zu unterziehen und sich nicht damit abzufinden, von der Schulmedizin in die Psychoecke abgeschoben zu werden, weil nicht sein kann, was nicht sein darf (siehe oben).
Der zweite Teil des Buches ist ein Sachteil mit allen wichtigen Informationen zum Thema Amalgam und behandelt unter anderem die Frage, wie man erkennen kann, dass man amalgamvergiftet ist, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Ausleitungsmethoden haben, die Geschichte des Amalgams, die rechtliche Situation der Vergifteten und listet Internetadressen, Literaturtipps und Selbsthilfegruppen auf. Es ist für den Laien verständlich geschrieben und sehr informativ. Gerade für schwer Erkrankte, die ihre ganze Energie für den täglichen Überlebenskampf benötigen, ist es eine wertvolle Hilfe, so viel Detailwissen, das man sich sonst mühsam selbst erarbeiten muss, gebündelt nachlesen zu können. Der Sachteil ist auch eine Chance für Patienten von chronischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Alzheimer, Parkinson, Fibromyalgie, Rheuma, Neurodermitis, Allergien, Borreliose usw., herauszufinden, ob ihre Erkrankung in Zusammenhang mit einer Schwermetallvergiftung stehen könnte, wie dies wissenschaftliche Studien und Beobachtungen von Schwermetallexperten nahe legen. Nicht zuletzt können Menschen mit Amalgamfüllungen und nur leichten gesundheitlichen Einschränkungen durch die Informationen des Buches präventiv tätig werden.
Profitieren können auch Partner, Familie und Freunde von Amalgamgeschädigten, die sich durch das Buch besser in die Situation der Betroffenen hineinversetzen können. Aussenstehende können sich meist kaum vorstellen, mit welchen Qualen eine Amalgamvergiftung verbunden sein kann, da die Patienten äußerlich gesund wirken.
Aus diesen Gründen ist es Annette Falke sehr zu danken, dass sie trotz ihrer jahrelangen erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen in bewundernswerter Weise dieses Tagebuch konsequent geführt, ihre intensiven Recherchen rund um Amalgam in eine gut strukturierte Form gebracht hat und nun einen wertvollen Ratgeber vorlegen kann. Dass Dr. Mutter, einer der wenigen Schwermetallexperten im Land, ein engagiertes Vorwort geschrieben hat und darauf hinweist, dass dieses Buch sehr wichtig werden kann, zeigt die Bedeutung von 'Lebe lieber amalgamfrei'.
Es wäre schön, wenn die Lektüre des Buches Anlass für manchen Arzt wäre, sich in Sachen Amalgam und daraus resultierenden Erkrankungen fortzubilden, um den Patienten die Therapien zur Verfügung stellen zu können, die sie für ihre Gesundung benötigen. Und wenn die inzwischen zahlreich publizierten wissenschaftlichen Studien zur Schädlichkeit von Amalgam endlich auf fruchtbaren Boden fallen würden und nicht mehr den wirtschaftlichen und politischen Interessen, die hinter der Verharmlosung von Amalgam stehen, geopfert würden.