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Leb wohl, Berlin Taschenbuch – 1. November 2004


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 250 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 1. Auflage (1. November 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548262996
  • ISBN-13: 978-3548262994
  • Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 2,4 x 18,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 512.394 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Christopher Isherwood (1904 - 1986) hat neben vielen bedeutenden Romanen mit "Leb wohl, Berlin" eines der eindrucksvollsten Zeugnisse der Machtübernahme der Nazis hinterlassen. Der Roman wurde Vorlage für das Musical und den Film "Cabaret".

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 12. Dezember 1999
Format: Broschiert
Wer mehr über die „Berliner Republik" erfahren will, ist mit aktuellen Buchangeboten ja hinreichend bedient. Und nicht wenige davon widmen sich ja dem fast schon mythischen Berlin der Zwanziger: Swing, Dekadenz, Sex, Drogen, Kunst und Straßenschlachten. Einer der Klassiker zu diesem Thema ist sicher Christopher Isherwoods Tagebuch seiner Jahre in Berlin. Zu Hause bei wechselnden Wirtinnen zur Untermiete, streift er durch die Stadt und begegnet dem Großbürgertum ebenso wie dem Proletariat, den Starlets ebenso wie den Halbseidenen Geschäftemachern. „Herr Issyvoo" ist zwar mittendrin, bewahrt sich aber seine staunende Distanz zu den Geschehnissen. Und trifft in seinen kurzen Portraits und Beschreibungen den Ton so gut, daß sich Berlin und der Tanz auf dem Vulkan sehr anschaulich und atmosphärisch dicht vor den Augen des Lesers aus den Ruinen der Geschichte erhebt. Dabei passiert eigentlich gar nichts aufregendes, aber der alltägliche Wahnsinn der Zwanziger sorgt auch schon für eine sehr unterhaltsame Lektüre. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 13. Dezember 1998
Format: Taschenbuch
Christopher Isherwood lebt als Student Anfang der Dreißiger Jahre in Berlin. Er genießt das glitzernde Nachtleben Berlins mit seinen Bars und Kneipen. Er lernt Sally Bowles kennen, eine Schauspielerin, die sich ihren Lebensunterhalt auch durch ihr "freizügiges" Leben finanziert. Er wohnt erst bei Frau Schröder, seiner neugierigen aber rührenden Hauswirtin, die sich immer den gesellschaftlichen Umständen anzupassen weiß, dann bei den Nowaks, einer Arbeiterfamilie, die in einer ärmlichen Dachgeschoßwohnung haust. Er hat Kontakt zu Bernhard, der aus einer jüdischen Unternehmerfamilie stammt. Und er beschreibt das Hin und Her in der Beziehung zwischen Otto und Peter auf Rügen.
Christopher ist meist mit anderen jungen Männern zusammen. Am Ende des Romans wird er beiläufig als "andersrum" beschimpft; er widerspricht nicht.
Der Leser lebt über 200 Seiten hinweg im Berlin der Weimarer Republik. Er trifft auf Straßen und Plätze, die er vielleicht von seinem letzten Berlin-Besuch her kennt und kann vergleichen, was sich in fast siebzig Jahren verändert hat und was geblieben ist. Isherwood beschreibt im Detail das Alltagsleben in verschiedenen sozialen Szenen und gesellschaftlichen Schichten. Die dramatischen politischen Ereignisse am Ende der Weimarer Republik fließen erst am Rande und dann immer stärker in seinen episodischen Roman mit ein. Bis er Anfang 1933 plötzlich selbst abreisen muß aus Berlin ...
Ein sehr offener Roman für alle, die für ein paar Jahre in ein Berlin reisen möchten, das es so nicht mehr gibt.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Guenther Wurst am 3. Oktober 2011
Format: Taschenbuch
Hier nun der 2. Teil der berühmten
Berlin Erinnerungen von Isherwood. Interessant für den Leser des 1. Teils ist der Umstand, dass besagter 2. Teil offenbar von Anfang an für eine Veröffentlichung bestimmt war. Man begegnet z.T. Personen, denen man bereits in "Willkommen in Berlin" begegnet ist, nun aber von einer mehr verobjektivierten, analysierenden, "seriösen" Warte aus. Der erste Teil ist natürlich unterhaltsamer, da er das Privat- und Libesleben des Autors reichlich unverblümt und höchst amüsant schildert. Jetzt werden diese Versatzstücke "unter die Lupe genommen" und neue Personen eingeführt. Der Blick geht über das Privatleben des Autors hinaus, weitert sich und beschreibt nun auch deutlicher das politische und soziale Umfeld Berlins Anfang der 30er bis zur Machtergreifung.

Der 1. Teil ist m.E. dennoch interessanter, weil er einen ziemlich einmaligen Einblick in die Berliner Subkultur kurz vor der Machtergreifung gibt, das alles garniert mit dem illustren Umfeld Isherwoods (W.H. Auden, Steven Spender,um nur einige zu nennen). Dennoch ist auch "Leb Wohl, Berlin" absolut lesenswert und zu empfehlen; gerade für einen Leser, dem nur der viele Jahrzehnte später entstandene Kinofilm Cabaret bekannt ist bietet das Buch die Möglichkeit, diesen brillianten Autor zu entdecken, der in Deutschland leider kaum bekannt ist.

In diesem Zusammenhang ebenfalls zu empfehlen ist seine Erzählung "a single man", unlängst kongenial verfilmt durch Tom Ford. Hier erkennt man die schriftstellerische Brillanz Isherwoods ganz deutlich.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Uwe-Jens Has am 27. Juni 2009
Format: Broschiert
Ein schwuler junger Engländer kommt am Vorabend des Dritten Reichs nach
Berlin-Schöneberg, Motzstrasse. Das ist am Nollendorfplatz und ist das
Epizentrum der damals noch verbotenen Homosexuellen. Wohnt bei Frau Schröder
und das praktische daran ist: Die Frauen sprechen mit ihm von Frau zu Frau.
Und mit den Männern kann er von Mann zu Mann reden. Als Frau Schröder gehört
hat, dass er mal Medizin studiert hat, erzählt sie ihm sofort von ihren Sorgen
mit ihrem umfangreichen Busen und wie sie den verkleinern möchte.

Es wohnen noch weitere Leute in der Pension Schröder und eine , die immer ganz
züchtig die Augen niederschlägt, wenn er ihr auf dem Weg zum Bad begegnet,
aus dem sie gerade kommt, geht auf 'n Strich. Er gibt Englischunterricht bei
reichen Damen in Grunewald. Eine Schülerin schildert er so:
'Sie ist mir gegenüber neugierig, aber nur wie eine Kuh, die ihren Kopf durch
ein Gattertor steckt. Es liegt ihr im Grunde nichts daran, dass das Tor geöffnet werde.'

Es ist ein Episodenroman und die Kapitel heissen:

I Berliner Tagebuch
II Sally Bowles
III Auf Rügen
IV Die Nowaks
V Die Landauers
VI Berliner Tagebuch

Durch seinen unvoreingenommenen Blick als Engländer, seine Beobachtungsgabe als
Schriftsteller, seine intellektuellen Freunde, darunter W.H.Auden und Stephen
Spender und last but not least durch seine schwulen Kontakte, und seine Englisch-
stunden bekommt er ein gutes Bild vom Berlin am Vorabend des grossen Unglücks.
Wie, welches Unglück ?
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