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Leaving on a Mayday
 
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Leaving on a Mayday

Anna Ternheim Audio CD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Natürlich ist es auch diesmal wieder dunkel auf dem surreal angehauchten Cover. Doch es funkeln Sterne am nächtlichen Himmel einer Großstadt, die anscheinend schon bessere Tage gesehen hat. Ein stimmungsvolles Bild der Fotokünstlerin Helena Blomqvist, das Anna Ternheim etwas verloren mit Koffer und einem Affen in der Hand zeigt. Die Schwedin zog es nach New York, ein großer Schritt für die Schwedin, der mit ihrem überragenden Drittwerk Leaving On a Mayday ein gewaltiger Schritt Richtung Pop gelungen ist. Es ist das bislang reifste Werk einer nun 30 Jahre alten Frau, die sich Zeit gelassen hat mit der Karriere. Sie selber bezeichnet es als „...asketisch, als eine schmutzige weiße Feder...“ im Gegensatz zu Separation Road, „...einem Schwarzen, glänzenden, schweren Stein...“.

Leaving On a Mayday entstand sowohl in NYC wie auch Stockholm - zwischendurch schrieb Ternheim noch die Musik zu dem Schauspiel Im Lichtermeer von Stefan Metz - unter wesentlicher Beteiligung bekannter Namen, wie dem Sonic Youth Drummer Steve Shelley oder Gitarristen Matt Sweeney. Schwerer aber wiegt wohl der Einfluss des Multiinstrumentalisten Björn Yttling von Peter, Bjorn and John, der Leaving On a Mayday als Produzent an die Pop-Schnittstellen von Mainstream und Alternative führt.

Yttling stellt Ternheims klare und imposante Stimme ins Zentrum, lässt ihr viel Raum für die erzählerischen und persönlichen Geschichten. Darum wird alles dosiert eingesetzt, sein es die Backing-Sängerinnen, die Gitarren oder die vielen Streicher. Umso wirkungsvoller und direkter klingt ein grandioses Up-Tempo-Stück wie „What I Have Done“ oder das geheimnisvolle „Terrified“, das imposante Stück „Let It Rain“ oder die sanfte Folk-Ballade „Summer Rain“, die brillante Pop-Nummer „Losing You“ oder das von Psychedelia touchierte Finale. Zehn charakterstarke Songs komponierten Ternheim und Yttling, die eine traumhaft sichere Balance zwischen Pop und nie überbordender Opulenz, zwischen Tempo und Besinnlichkeit finden. - Sven Niechziol

motor.de

Nach zwei Jahren Pause, macht Anna Ternheim mit ihrem neuen Album "Leaving On A Mayday" weiter, womit sie zuletzt aufhörte: Sanftem, taktvollem Songwriterpop, der zu sehr an den eigenen Ansprüchen krankt.

Generell ist Anna Ternheim eine beeindruckende Vertreterin ihrer Zunft: Sowohl das 2004 veröffentlichte Debüt "Somebody Outside", als auch der Nachfolger "Seperation Road" zeigten, dass die schüchterne Schwedin eine gehörige Portion Talent besitzt. Doch leider führten die oftmals opulenten Instrumentierungen zur kompletten Überfrachtung der Songs. Dies sollte auf dem neuen, dritten Longplayer "Leaving On A Mayday" verhindert werden: Weniger ist mehr, lautete die Devise im Studio. Nur loslassen konnte die Songwritern nicht und versammelte dort ganze 15 Musiker um sich, die alle ihre Spuren hinterlassen wollten. So gibt es Chöre, Pianos, Streicher und sogar mehrere Keyboards. Das ist zuweilen ärgerlich, denn wer Anna Ternheim zu Beginn ihrer Karriere Live erleben durfte, sah nur sie, ihre Akustikklampfe und die wundervolle Darbietung der Songs. Eben ohne das große Tamtam, dass sie auf dem Album vom Stapel lässt.

Freilich passt die Musik in ihrer Opulenz zu den großen Gefühlsausbrüchen, zu all dem Gram und der unumstößlichen Zuversicht, die auf "Leaving On A Mayday" zu finden sind. Doch wirkt das Ganze, als wolle hier jemand alles auf einmal und das am besten sofort: Die minimalsten Stücke seit Leonards Cohens "Songs"-Reihe fabrizieren und nebenbei dem klassischen Wall Of Sound eines Phil Spectors imponieren.

Immerhin, Songwriter gelten als Ewigsuchende. Da ist Anna Ternheim keine Ausnahme und wer ihre Musik in diesem Kontext verstehen möchte, kann durchaus Gefallen an ihren Alben finden. Trotzdem: Wenn es Live besser als auf Platte klingt, stimmt irgendwas, irgendwie nicht.

kulturnews.de

Will Anna Ternheim jetzt Popstar werden? Für ihr drittes Album engagierte die schwedische Songwriterin den Produzenten Björn Yttling, der zuletzt für Lykke Li arbeitete und als Mitglied von Peter, Bjorn & John mit "Young Folks" einen der erfolgreichsten Wohlfühlsongs dieser Dekade lieferte. Doch nur die Single "What have I done" und das mittelschnelle "Losing you" mit treibendem Schlagzeug und Mitsingrefrain bestätigen die Befürchtungen. Vielmehr weist Yttling ihr den Weg zurück: Nach dem mittelmäßigen Vorgänger "Separation Road", auf dem sie die Songs mit Streichern verkleisterte, stehen jetzt wieder Terheims Stimme und Texte im Fokus. Der Sound wurde radikal reduziert: Pauken erzeugen dunkle Klanglandschaften, selbst das Klavier dient häufig als Rhythmusinstrument, nur gelegentlich brechen Streicher diese Stimmung auf. Ternheim kann sich das leisten, denn mit Songs wie dem Americana-lastigen "Summer Rain" und dem Herzensbrecher "Terrified" ist sie wieder auf dem Niveau ihres Überdebüts. (cs)
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