Daughtry, Daughtry, Daughtry - mmh, nie gehört, aber klingt gut...
So ähnlich ging es mir durch den Kopf, als ich zufällig bei einem heimischen Fernseh- nach verdientem Feierabend eine Trailer für "Leave this Town" gesehen habe. Dabei wäre es mir fast nicht aufgefallen, denn zum einen läuft der Fernseher meist nebenher, Werbung krieg ich schon gar nicht mit und zunächst dachte ich, es sei ein Trailer von Nickelback, da "No Surprise" lief und sich das verdächtig nach der Handschrift von Chad Kroeger anhörte. Aber Moment, "Dark Horse" steht im CD-Regal, da ist dieser Song definitiv nicht drauf. So kurze Zeit nach dem letzten Nickelback-Album schon das nächste...??? Da stimmt was nicht. Und dann habe ich was von Daughtry gelesen.
Laptop geschnappt, Internet aufgerufen, Amazon geöffnet, CD gesucht, probegehört, für gut befunden, CD bestellt, Lieferung erhalten, CD angehört, gute Laune bekommen, CD auf Festplatte im Auto überspielt, damit ich auch auf meinen Fahrten die Musik genießen kann, Album rauf und runter gehört...
Locker flockig, fröhlich und rockig kommt die Musik aus den Lautsprechern. Die Gitarren grummeln rhythmisch und kernig, aber nie aufdringlich daher. Der Gesang von Chris Daughtry ist dabei sehr angenehm, auch in den ruhigeren Passagen. Schlichtweg ehrliche Rockmusik, die bei mir gute Laune verbreitet.
Was mir nur auf den Keks geht ist die ständige Diskussion um Mainstream und oftmals die damit verbundene Abwertung aller Bands, die vermeindlich dem Mainstream zugeordnet werden können. Wann ist denn Musik Mainstream? Wenn sie mehr als 10.000 begeisterte Zuhörer erreicht? Wenn sie unter die TOP 100 der Bilboard-Charts kommt? Ist es eine Musikrichtung? Oder spricht man von Mainstream, sobald es eine Band in die Radiosender geschafft hat? Ist eine Band, die die gleiche Musikrichtung spielt aber nur noch nicht von einem Label entdeckt wurde kein Mainstream, weil sie noch nicht so viele Platten verkauft hat? Vollkommener Unsinn...
Es gibt aus meiner Sicht gute und weniger gute Musik und zwar bezogen auf das Handwerk. Alles andere ist reine Geschmackssache. Wenn also Nickelback, Creed, Daughtry und Co. Vertreter des Mainstreams sind, bekenne ich mich dazu. Es ist mir vollkommen latte, ob Chris Daughtry im US-Format "American Idol" einen gewissen Bekanntheitsgrad erringen konnte und ihm das geholfen hat. Fakt ist, die Musik geht ins Ohr, ist handwerklich gut und hat mich sofort erreicht. Ob die Musik dabei massenkompatibel ist, spielt für mich überhaupt keine Rolle.
Fazit: Gute-Laune-Mitsing-Mitgroove-5-Sterne-Rock´n´Roll;-))