Leading Man
Der Film wird geprägt von zwei völlig unterschiedlichen Charakteren. Was ist der Unterschied zwischen beiden? Da ist Felix auf der einen Seite, ein Mann dem irgendwie alles aus dem Ruder läuft, der seine Beziehung zu Hilary ausbauen möchte, aber gleichzeitig unter den Eifersuchtsattacken seiner Ehefrau leidet und dem es nicht gelingt den entscheidenden Schritt zu tun um sich aus der alten Beziehung zu lösen. Felix ist eigentlich das genaue Gegenteil zu Robin (Jon Bon Jovi). Er befindet sich immer in der Opferrolle. Er jammert über seine schwere Beziehung, seinen harten Job und was weiß ich noch alles. Er weiß nicht so richtig was er will, eigentlich will er mit Hilary eine Beziehung, aber er hat Angst seine Ehe (und damit etwas wie alte Gewohnheiten) würde scheitern. Das er nicht beides haben kann, will er nicht richtig begreifen. Er bemitleidet sich selbst. Und er wird eifersüchtig auf Robin, obwohl er mit ihm einen klaren Deal hatte. Er will den Preis einfach nicht zahlen, obwohl im klar war, „das es ihn was kosten wird". Anstatt alles zu tun um klare Fronten zu schaffen, dümpelt er irgendwie dahin und läßt sich treiben. Auf der anderen Seite steht mit Robin der gutaussehende, charismatische und unglaublich erotisch wirkende Sonnyboy, der überhaupt keine Probleme zu haben scheint. Robin ist sich seiner Wirkung auf Frauen voll bewußt, und er nutzt das aus um seinen Spaß zu haben. Er wirkt dabei sehr arrogant und dennoch irgendwie sympathisch. Obwohl er sich teilweise wie ein Arschloch verhält, kann man ihm nicht böse sein, Felix aber, der sich immer in der Opferrolle sieht und sich dementsprechend verhält, verliert mit jeder Minute mehr die Sympathien des Zuschauers. Robin ist einfach der „Leading Man", er weiß was er will, er ist geradlinig, er ist NICHT in der Opferrolle, er beeinflußt die Menschen in seiner Umgebung nach seinem Willen und er hat vor allem Spaß am Leben. Er ist ein hervorragender Intrigant und denkt immer zuerst an seine eigenen Bedürfnisse. Er tut keinem einen Gefallen ohne daraus seine eigenen Vorteile zu sehen. Er hat unglaubliches Selbstvertrauen in sich und seine Fähigkeiten und ist sich darüber voll im klaren. Er lotet seine Möglichkeiten aus und nutzt die Gelegenheiten die sich bieten immer aus. Ich glaube allerdings auch, daß er weiß wo seine Grenzen sind. Er überschätzt sich nicht. Er ist der perfekte Verführer, seine Manieren sind außerordentlich gepflegt, er weiß was Frauen gefällt und natürlich ist seine Optik für Frauen unwiderstehlich und prädestiniert ihn geradezu als Liebhaber. Er genießt sein Leben und bleibt auch bei der Arbeit smart. Der entscheidende Unterschied ist nicht der berufliche Erfolg (den sie beide haben) sondern was jeder aus seinem Leben macht und wie sie die Dinge sehen.
Alles in allem eine Glanzvorstellung von Jon Bon Jovi.Selbst wer seine Musik nicht mag, wird zugestehen müssen, daß er diesen Film dominiert. Unf für Fans ist der Film sowieso ein Muß.