...vive le roi, oder so ähnlich. Weg vom breiten, bis zum letzten Moll-Akkord ausgeschlachteten Synthy-Pathos, die Facetten des Ethereal austesten, erweitern, entfalten. Ich schätze Cold Meats beste Band seit etlichen Jahren bereits, musste mich aber über die einschleichende Monotonie der letzten Alben immer öfter hinweghören. Ganz entrückt kann ich mich denn auch bei "Le serpent rouge" zeigen, denn der Stilbruch war mehr als angezeigt und ist blendend gelungen: bohrende Doom-Percussions, hypnotisch-erotisierender Trommelklang, der einer lange schon anstehenden würdigen Lovecraft-Verfilmung als Soundtrack dienen könnte, verarbeitet in einem entschlackten Album von minimalistischem Reiz. Wenn dies hier nur ein einmaliger Exkurs der Nordländer bleiben sollte, dann will ich nur raten, ihn nicht zu überhören....