Kurzbeschreibung
Le Pop - das ist die best-eingeführte Compilation-Reihe in Sachen frankophoner Musik. Immer wieder ist es gelungen, neue Namen wie Françoiz Breut, Benjamin Biolay, Camille oder zuletzt Coeur de pirate, die Neuentdeckung dieses Jahres, einzuführen. Mit einem sicheren Gespür für aufkommende Trends in der Chanson-Szene haben sich die Compilation-Macher eine treue Fan-Gemeinde erarbeitet. Wer wissen will, was die internationale Chanson-Szene zu bieten hat, der kommt an Le Pop nicht vorbei.Dieses Mal sind besonders viele neue Namen und Exklusiv-Stücke mit dabei. 10 Künstler feiern ihre Le Pop-Premiere, 14 Songs sind in Deutschland noch unveröffentlicht, darunter brandneue Stücke von Marianne Dissard, Emmanuelle Seigner, Tom Poisson, Jérôme Minière, Caracol und Fredda. Trotz der stilistischen Bandbreite, die von Indie-Pop über Clubhits bis Wüstenrock reicht, wurde wieder ein in sich konsistentes Album zusammengestellt - hervorragend durchhörbar und äußerst abwechslungsreich. Die CD von Le Pop 6 erscheint mit einem 20-seitigen Booklet. Die ausführlichen Infos finden sich ebenfalls in der Vinyl-Ausgabe, die dazu mit MP3-Code veröffentlicht wird.
Seit mittlerweile acht Jahren präsentiert die "Le Pop"-Reihe uns die abwechslungsreiche französische Szene, darunter einige Elektrochansons. Wie "Je bois la Mer" von Toma: Während er das Meer aus den Armen seiner Geliebten trinkt, plätschert im Hintergrund eine Harfe und verbindet sich zum seicht fließenden Synthiepop. Andere Künstler beschreiten neue Wege. Marianne Dissard hat sich nicht nur musikalisch von ihrer Heimat entfernt, sie hat sich ganz in Tuscon, Arizona, niedergelassen und flirtet wie ihre Freunde von Calexico in "The One and Only" leidenschaftlich mit blueslastigen Americana. Feloche, der "Le Pop 6" eröffnet, liefert mit "La Vie cajun" seine Interpretation des zeitgemäßen Bluegrass, die so entspannt daherkommt, als hätte er sie in der Mittagssonne am Ufer des Mississippi komponiert. Zumindest ein Teil der heutigen Szene entfernt sich also von ihren eigenen Wurzeln und wendet sich den uramerikanischen Genres zu. Vielleicht eine künstlerische Flucht vorm Frankreich des Haudraufs Sarkozy. Jedenfalls gibt es wieder viel zu entdecken auf "Le Pop 6", manches überrascht, vieles überzeugt. (nek)