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Le Noise

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Produktinformation

  • Audio CD (24. September 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Reprise Records (Warner)
  • ASIN: B003ZBJ0ZM
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (37 Kundenrezensionen)
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Hörproben
Song Länge Preis
  1. Walk With Me 4:24EUR 1,29  Kaufen 
  2. Sign Of Love 3:55EUR 1,29  Kaufen 
  3. Someone's Gonna Rescue You 3:26EUR 1,29  Kaufen 
  4. Love And War 5:33EUR 1,29  Kaufen 
  5. Angry World 4:12EUR 1,29  Kaufen 
  6. Hitchhiker 5:31EUR 1,29  Kaufen 
  7. Peaceful Valley Boulevard 7:09EUR 1,29  Kaufen 
  8. Rumblin' 3:36EUR 1,29  Kaufen 

Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

Le Noise

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Seinen immerhin schon 65sten Geburtstag feiert Neil Young im November 2010 alt. Aber deshalb muss man ja nicht gleich leiser werden, wie der gebürtige Kandier mit Wohnsitz Kalifornien auf seiner „Broken Arrow Ranch“ mit dem puren Gitarrenalbum Le Noise eindrucksvoll beweist.

Schwer in die Saiten greifen, das war schon immer eine der vielen Seiten des Umweltaktivisten, Sprecher kleiner Farmer und mit unzähligen Ehrungen und Preisen überhäuften Ausnahmegitarristen. Ganz zutreffend ist der Albumtitel Le Noise aber nicht, denn Young spielt auch die akustischen Gitarre, die vom Top-Produzenten Daniel Lanois (Peter Gabriel, U 2, Bob Dylan) speziell präpariert wurde. Doch auch diese eher ruhigen Nummern klingen wegen der auch hier fehlenden Melodiebögen und festen Strukturen mehr nach Track denn Song. Kein Schlagzeug kommt zum Einsatz, keine Band befindet sich im Studio, das sich nur Young und Lanois teilen. Trotzdem stecken die Stücke voller Details und sind vielschichtig, denn der Produzent jagt die Riffs durch Verzerrer und Loop Maschinen, arbeitet mit Synthie-Sounds und elektronischen Gimmicks. Lanois schichtet die Gitarren-Klänge übereinander und nebeneinander, er manipuliert den Falsett-Gesang von Neil Young. Ein Mann auf dem Stuhl, der andere hinter dem Mischpult und das Ergebnis ist ein Synergieeffekt mit dem eindrucksvollen Ergebnis Le Noise, das der Godfather of Grunge endlich auch mal in ein würdiges Plattencover eintütet. --Sven Niechziol


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

45 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rocker TOP 1000 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 12. Oktober 2010
Format: Audio CD
Anstatt nur noch sein eigenes Archiv zu verwalten oder uns die Musik seiner Kindheit, mit der er aufgewachsen ist, nahe bringen zu wollen, geht Neil Young noch mal in die Offensive. Mit Le Noise legt Young sein wohl radikalstes, ungewöhnlichstes Werk vor. Und eins der besten seiner langen Karriere.

Walk With Me, als erster dieser 8 Songs, versetzt den Hörer in Schockstarre. Krachende Gitarrensounds, durch Verzerrer verfremdet bis zum Geht-nicht-mehr. "I feel your love/I feel your strong love/I feel the patience of unconditional love" schreit Neil Young gleich zu Beginn heraus. Gefolgt von einem Gitarrengewitter, das in Loops und Effekte mündet, dass einen trocken schlucken lässt.

Young riskiert mal wieder sehr viel, er experimentiert und dürfte damit so manchen ur-Fan vor den Kopf stossen. Auf Sign Of Love und Someone's Going To Rescue You nimmt er zwar etwas den Fuss vom Gas, doch der Grundsound des Openers bleibt erhalten. Wer diesen Soundwall durchdringt, der wird hoch belohnt. Neil Young gibt hier auch songtechnisch sein Bestes. Nur muss man sich durch diesen komplexen Sound seiner Gitarren durch hören, um zum Kern vorzustossen. Das dürfte die Herausforderung dieses Albums sein.

Love And War, meiner Meinung nach eine der eindringlichsten und besten gesellschaftlichen Kommentare Youngs der letzten Jahrzehnte, sollte auch die Folkfans wieder erfreuen. Nur zur akustischen Gitarre singt Young hier, dass einem die Haare zu Berge stehen können. Seine Stimme ist so nah beim Hörer, sie steht im Raum - fast gespenstisch.

Nachdem wir gerade mit Old Neil Frieden geschlossen hatten, kehrt It's An Angry World zum Anfang von Walk With Me zurück. Zu früh gefreut ? Im Gegenteil.
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119 von 144 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Sir Karl Eduard am 30. September 2010
Format: Audio CD
Komisch! Alle großen alten Männer schieben nun neue Scheiben auf den Markt, brauchen offenbar wieder Geld nach der Krise oder wittern Aufwind.

Das Meiste geht ja voll in die Hose, begonnen hat Gabriel mit einem faden Rückenkratzer, dann hat der olle Phil völlig Verzichtbares abgeliefert, Clapton liefert gepflegteste Langeweile und blickt mit einem Schnorrerblick aus dem Cover, das jüngste Santana-Oeuvre ist schlimmer als fast alles, was ich jemals weggeschmissen habe, von Joe Cocker erwarte ich Furchtbares und auch Ray Davies probierts mit dem "featuring die oder der"-Schmäh...

Und dann gibt es noch Neil Young, der hier unter hervorragender Führung von Daniel Lanois all diesen Wapplern zeigt, wo der Hammer hängt.

Nur mit elektrisch verzerrten Gitarren und seiner ungewöhnlichen Stimme liefert er hier einen vielschichtigen und spannenden Wall of Sound ab, dass es nur so blitzt und donnert und dabei ist die Qualität dieses Songwritings auf Augenhöhe mit seinen stärksten Songs!

Ich habe ein Bild vor mir: Ein paar Boxen stehen herum, aus einer dudelt Clapton, aus der anderen der mexikanische Schnurrbart, in einer raunzt sich Phil mit seinen Hupfdohlen weg, davor schläft das Publikum. Dann betritt old Young die Bühne und haut den ersten Akkord von "Walk with me" in seine Klampfe. Schon beim ersten Ton fliegt das ganze Zeug davon, die Leute werden munter, die Kinnladen klappen nach unten.

Und die Welt weiß plötzlich wieder, was Musik ausmacht, wie Musik sein muß, um was es eigentlich geht...

Diese Scheibe sagt uns das! Klar und deutlich, unmißverständlich! Wer es also wissen will kippt hier mal rein...
Großartig, das, einfach großartig!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Steffen Frahm am 25. März 2012
Format: Audio CD
Je älter Neil Young wird, je mehr Platten er veröffentlicht, desto größer wird der selbstreferentielle Anteil seines Schaffens. Das ist wohl unvermeidlich, wenn man seinen Stil, einen hohen Output und schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat. Auf den Konzerten zum 2005 erschienenen Album "Prairie Wind" (dokumentiert in Jonathan Demmes ganz wunderbarem "Heart Of Gold"-Film) beschränkte sich die Backkatalog-Auswahl auf Songs von "Comes A Time" [1978], "Harvest" [1972] und "Harvest Moon" [1992]. Letztere wurden von Young gleich qua Titelgebung öffentlich miteinander verbandelt, während "Chrome Dreams II" [2007] auf ein bis heute unveröffentlichtes Album namens "Chrome Dreams" verweist.

Ob vom Künstler so beabsichtigt oder nur vom Rezensenten an den Haaren herbeigezogen oder beides: "Le Noise" hat im Gesamtwerk Youngs zwei Bezugspunkte. Einmal wäre da der Soundtrack zu Jim Jarmuschs Noir-Western "Dead Man" [1995] zu nennen, den Neil Young auf seiner schwarzen Les Paul spontan einspielte, während er sich den Film vorführen ließ. Denn vor allem elektrische Gitarren sind auf "Le Noise" zu hören. Keine Band. Nicht mal eine Mundharmonika. Das klingt beim ohne Vorgeplänkel losplatzenden "Walk With Me" erstmal ziemlich verstörend, später gewöhnt man sich dran. Kein besonders starker Song übrigens, aber eine stabile Wand. Während ich "Le Noise" die ersten 3-4 Male laufen ließ, dachte ich des Öfteren: "Schade, wie geil hätte das sein können, wenn Crazy Horse die Nummern gespielt hätten...", aber das sehe ich heutzutage nicht mehr so. Das Konzept des Albums funktioniert. Das T-Shirt zur Tour zierte der Ausspruch "I said solo...They said acoustic.
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