Ja, es ist typische ital. Volksmusik. Die Canti di Malavita sind, leider, ein Teil der ital. Kultur und Geschichte. Gut dass es sie gibt und dass sie sogar zur Massenvermarktung gelangt sind, ist es deswegen trotzdem noch lange nicht. Die Melodien mögen zwar schön, rhythmisch, nachdenklichm, melancholisch, und fröhlich sein - die Texte sind es aber nicht! Man singt von Blutrache, Ehrenmord, der Auslöschung ganzer Familien, der Unterwanderung des Staates - und ist auch noch stolz drauf. Was ist daran also gut? Interessant ist die Musik allemal: kulturell, historisch und vor allem um diese elende Pest der organisierten Kriminalität besser zu verstehen. Gerade so gut könnte man sich allerdings den Schwachsinn der Gangsta-Rapper anhören, der z.T. recht ähnliche Inhalte hat: Rache, Elend, Schiessereien, Prahlereien mit der begangenen Untat. Wollen wir solche Gedanken wirklich fördern? Die ganze Schattengesellschaft ist für Italien eine Plage, wie sie nur schwerlich ein anderes Land in Europa nachvollziehen kann. Dies zu besingen oder sich die Musik zu kaufen, ist eine Ohrfeige ins Gesicht für all jene, die sich der Bekämpfung dieser Unmenschen verschrieben haben. A MORTE LA MAFIA!