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Der schwedische Pianist Esbjörn Svensson ist neben seiner Tätigkeit in Landgrens Funk Unit auch mit seinem eigenen Trio, Good Morning Susie Soho, sehr erfolgreich. Wiederholt wurde er in seiner Heimat zum Jazzmusiker des Jahres gewählt, bis er auch auf der europäischen Szene landen konnte. Layers Of Light ist eine ruhige, intensive Duoeinspielung, assoziativ und einladend. So vorsichtig gehen die beiden mit den traditionellen Songs ihrer Kultur um, als drohten diese ständig, just im nächsten Augenblick zu zerbrechen. Eine klare, bezaubernde und sympathisch stille Aufnahme aus dem weiten Norden. Parallel dazu veröffentlichte Landgrens eigene Musikfirma, Redhorn Records, Jeanette Köhns "Arkipelag", eine CD mit Liedern aus der schwedischen Romantik. --Christian Broecking
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Weniger ist mehr, hier sogar sehr viel mehr. Nicht nur haben sich Nils Landgren mit Posaune und Esbjörn Svensson am Piano zu einem in dieser Kombination äußerst seltenen Duo zusammengetan. Die beiden Musiker liefern darüber hinaus eine derart sparsame Phrasierung, dass man glaubt, den skandinavischen Norden, die Stille der Wälder, die Tiefe der Seen, in all ihrer schlichten Klarheit zu hören.
Landgren und Svensson legen mit Layers Of Light ihr zweites Album vor, das sich ausschließlich schwedischer Folklore widmet. Die Improvisationen über die Klassiker jener Volkskultur geraten dabei zu einem eindringlichen Erlebnis von Kammerjazz: Landgrens geschmeidige, warme Posaune verträgt sich mit Svenssons perlendem Klavierspiel ebenso gut wie die lebendigen Stimmungsbilder zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Wer die beiden Interpreten aus Landgrens bewegter Funk Unit kennt, kommt nicht umhin, jetzt auch ihre Kraft der Reduktion zu bewundern. Europäischer World-Jazz vom Feinsten. --Roman Rhode
Nach "Swedish Folk Modern" ging es für beide Musiker mit ihren eigenen Formationen richtig rund. Nils Landgrens Band „Funk Unit" avanciert zum gefeierten Festivalact. Svenssons eigenes Trio „EST" entwickelte sich über die Grenzen Skandinaviens hinaus zum Senkrechtstarter. Eingedeckt mit Terminen fanden die Musiker daher erst im Dezember 1999 wieder die Muße, sich zu zweit im Osloer Rainbow Studio bei Jan-Erik Kongshaug einzufinden. Es wurde ein Treffen voll kammerjazziger Energie. Denn mehr noch als beim ersten Mal verließen sie sich auf die Kraft der Reduktion. Stimmungen werden angedeutet, offengelassen.
Melodien wirken in schlichter Klarheit. Behutsame Variationen ergänzen den aus eigenen und traditionellen Motiven bestehenden Fundus der Höreindrücke zu Assoziationsnetzen, die ebenso deutlich an gemeinsame Klangerfahrungen wie individuelle Ausdrucksformen anknüpfen. Wie nahtlos sich hier Tradition und Gegenwart verzahnen, wird besonders deutlich bei den beiden Originalkompositionen "Layers Of Light" (Svensson) und "The Farewell" (Wallin).
Das Duo setzt überzeugend fort, was in den Sechzigern mit Jan Johanssons "Jazz på Svenska" und Bengt-Arne Wallins "Old Folklore In Swedish Modern" begann und seitdem den europäischen Jazz in seinen Grundlagen bestimmt. Noch heute gelten diese Aufnahmen als Geburtsstunde des World-Jazz "Made in Europe".
"Layers of Light" ist eine Liebeserklärung von Nils Landgren und Esbjörn Svensson an ihr Heimatland Schweden. Melancholie und Schwermut der volkstümlichen Melodien sind die Basis für die melodisch übereinandergelegten Klangschichten, inspiriert vom flirrenden Licht des weiten Nordens.
Selten genug, dass man konservierte Melancholie kaufen kann, hier stimmts einfach: Nils Landgren und Esbjörn Svensson verleihen nordisch-folklorischen Liedern einen überzeugenden Jazzton mit sentimentaler Herrlichkeit. Sechs Sterne ? - viel zu wenig. Zwölf Sterne sind gerade gut genug. Kaufen !
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