Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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68 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein monumentales Meisterwerk!, 18. März 2001
Von Ein Kunde
David Leans monumentales Meisterwerk „Lawrence von Arabien" wurde 1962 mit 7 Oscars ausgezeichnet, und gehört zu den Filmen, für die das Kino erschaffen wurde. Nur dort, im dunkeln Kinosaal, auf die großen Leinwand projiziert, entfaltet sich der ganze Zauber der imposanten, in Super Panavision 70 gedrehten Bilder der unendlichen und einsamen Wüsten Arabiens. Doch da nur die wenigsten über ein eigenes Kino verfügen dürften, bietet die vorliegende DVD der restaurierten und ursprünglichen Fassung im Original Kinoformat, betrachtet auf einem großen 16:9 Fernseher, eine gute Alternative. Denn leider wurde der Film 1962 direkt nach den erfolgreichen Premieren in London und New York grausam verstümmelt. Sam Spiegel überredete, aus Angst vor einem wirtschaftlichen Desaster an den Kinokassen, David Lean den Film um 10 Minuten zu kürzen. Aus 10 Minuten wurden 20 und schließlich fielen ganze 40 Minuten, ohne Rücksicht auf einen plausiblen Handlungsfaden, der Schere zum Opfer und landeten ungenutzt unter dem Schneidetisch. Für den Zuschauer war daher zum Beispiel die starke Veränderung von Lawrence Persönlichkeit, nach seiner türkischen Gefangenschaft, nicht oder nur sehr schwer nachzuvollziehen. Der von Robert A. Harris und Jim Painten liebevollen Restauration aus dem Jahre 1987 ist es zu Verdanken, daß wir heute „Lawrence von Arabien" wieder in seiner ursprünglichen Fassung genießen können. Da die entfallenen Szenen damals allerdings nicht synchronisiert wurden, wird nun auch in der restaurierten deutschen Fassung von Zeit zu Zeit einmal englisch gesprochen. Dann erleben wir ein von Alec Guiness als Prinz Feisal hervorragend gesprochenes arabisches Englisch, das zu keiner Zeit lächerlich oder gestellt wirkt. Daher empfehle ich jedem, sich auch einmal die komplette englische Fassung des Films anzusehen. Getragen wird der Film nicht zuletzt durch die hervorragenden Schauspieler Alec Guiness, Anthony Quinn und Omar Sharif um nur einige zu nennen. Auf der Suche nach einem noch unverbrauchten jungen Schauspieler für die Rolle des T. E. Lawrence fiel Sam Spiegels Wahl damals auf Peter O'Toole, der bis dahin nur in einigen kleinen Nebenrollen aufgetreten war. Für Ihn und auch für Omar Sharif (Doktor Schiwago) wurde „Lawrence von Arabien" der Beginn einer großen Kinokarriere.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DER HERR DER WÜSTE - UNÜBERTROFFEN, 14. Februar 2004
Heute kommen Special Effects aus Hochleistungsrechnern, aber wer "Lawrence von Arabien" erlebt, spürt in jeder Sekunde die Präsenz authentischer Schauplätze. Auf opulentem und teurem 70mm-Material gedreht, ist dieser Film bildgewordene Poesie, wirklich großes Kino, ein zeitloses Meisterwerk, vielleicht der beste Film aller Zeiten. Er wurde unter extremen Bedingungen 'on location' gedreht. 60° Celsius waren ebenso wie Sandstürme und Skorpione keine Seltenheit. Dabei erdrücken die Schauwerte nicht die Biographie einer faszinierenden Gestalt, deren Mission mit ihrer bis heute unabgeschlossenen Nachgeschichte die Welt wahrhaft verändert hat. Ich würde dem Film entsprechend der Zahl seiner Academy-Awards durchaus 7 Sterne verleihen, wenn dies hier möglich wäre. Er ist für mich das Größte, was bisher auf der Leinwand zu sehen war, da er eben nicht nur monumental ist, sondern auch Tiefgang hat und trotz aller Fantastik kein Fantasy-Abenteuer, sondern die Wirklichkeit wirklicher Menschen und Völker abbildet. Da der Preis der DVD inzwischen ein Schnäppchen-Preis ist, die restaurierte Fassung vorliegt und auch Ausstattung und Specials glänzen, will ich von einem Pflichtkauf reden, denn dieser Film gehört einfach in jede gute DVD-Sammlung.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Weg von el'Awrence über Akaba in die Geschichte, auch die Hollywoods!, 14. Dezember 2006
Thomas Edward Lawrence, oder el'Awrence wie ihn die Beduinen ehrvoll nannten, war mit Sicherheit eine der interessantesten und faszinierendsten Personen der Weltgeschichte. Sein Kampf zur Vereinigung der Beduinenstämme und zur Zerschlagung der türkischen Armee ist Legende. Peter O'Toole gibt der Legende ein Gesicht, der Film setzt ihr ein Denkmal.
In auch heute noch überwältigenden Bildern wird die Schönheit der Wüste jedem überdeutlich, unterstreicht die elegische Musik eindrucksvoll den enormen visuellen Eindruck. Schöne, ruhige, ausgedehnt lange Sequenzen betonen den langsamen, auf Energien sparen fokusierten Lebensrhythmus des Sandmeeres. Auf dieser sandigen, oft nur scheinbar festen Bühne breitet sich die Geschichte eines Mannes aus der sich von schon fanatischem Ehrgeiz getrieben aufmachte, seine Vision eines vereinten, gestärkten Arabiens zu verwirklichen. Dafür legt er alle englischen Konventionen ab, wird durch Burnus und Krummdolch - mehr aber noch durch sein Denken - selbst zum stolzen Beduinen. Sicherlich ein Antiheld für damalige Verhältnisse, unkonventionell und zu selbständig in seinem Handeln. Aber rückblickend gerade deshalb so erfolgreich. Und O'Toole verschmilzt derart perfekt mit seiner Rolle dass man irritiert reagiert, sieht man gelegentlich Fotos des echten T.E. Lawrence in Büchern - denn für einen selbst IST O'Toole mit diesem Film zu Lawrence geworden!
Zu Tadeln ist vielleicht, dass Lawrence's wenig zimperliches militärisches Handeln etwas unkritisch dargeboten und der türkische Gegner wenig differenziert als amorpher uniformierter Haufen dargestellt wird. Es wird viel gestorben - und nicht jeden holt sich nur die Wüste - aber die Gewalt wird doch etwas zu gewaltig glorifiziert.
Auf jeden Fall ist Lawrence von Arabien einer der großen Klassiker Hollywoods, zeichnet das Leben einer Legende detailliert und in die Tiefe gehend nach, beeindruckt nachhaltig durch die Wucht seiner Bilder. Ein Monumentalfilm in jeder Weise. Nur nicht ganz am Anfang, der das Ende zeigt. Das der Legende T.E. Lawrence, einer Geschichte machenden Jahrhundertpersönlichkeit die alle Schlachten der heißen Wüste übersteht um dann in einem nasskalten englischen Straßengraben durch einen schnöden Motorradunfall ganz gewöhnlich und unangemessen zu enden. Aber so ist eben das Leben, auch für Legenden.
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