LAWFUL DRUG ist erfrischend leichtfüßig. Die Zeichnungen sind zwar nicht auf Anhieb ansprechend, aber sie sind auch nicht schlecht, im Gegenteil, wenn man einen genauen Blick darauf wirft, sind sie geradezu perfekt. Vielleicht zu perfekt. Die Story ist im ersten Band nicht gerade vielsagend, aber es scheint der Auftakt zu etwas komplexeren zu sein. Hoffentlich. Den Figuren gegenüber kann man erst nur schwer Sympathie entwickeln, da ihnen etwas warmherziges, etwas _echtes_ fehlt. Sie wirken etwas farblos, wie Geister, die selbst nicht genau wissen, was sie eigentlich tun. Vorerst. Gegen Ende des ersten Bandes sieht man das vielleicht anders. Alles in allem wirkt LAWFUL DRUG sehr chic, sehr durchgestylt -von den Zeichnungen über die Storyline bis zu den Charakteren. Man merkt, dass Profis am Werk waren und man fühlt sich als Leser etwas zu sehr manipuliert. Als ob man auf Knopfdruck dieses oder jenes fühlen und denken soll. Trotzdem bekommt LD vier Punkte von mir. Warum? Weil man es trotz allem ins Herz schließen kann. Die Figuren wirken von Seite zu Seite lebendiger, ebenso die Zeichnungen. Auch wenn die Story in Band 1 noch nichts erahnen lässt, besteht doch die Hoffnung darauf, dass etwas geschieht. Irgendwas. Und man ist gespannt, was es wohl sein wird. Abgesehen davon: Einer Portion Shounen Ai konnte ich noch nie widerstehen. Und wem es ähnlich geht, sollte zumindest einen Blick riskieren, vielleicht lohnt es sich.