Jay Kopelman wird als US-Marine in den Irak geschickt, um Falludschah von Aufständigen zu 'säubern'. Als Oberstleutnant einer Kampfeinheit, die auf Befehl überall als erste hineingehen und nicht nach dem Warum fragen, wurde er dazu ausgebildet einen Menschen rein theoretisch auf hunderterlei Arten zu töten, ohne eine Gefühlsregung an sich heranzulassen. Die Soldaten werden gedrillt keine Emotionen zuzulassen und keinerlei Mitgefühl oder Mitleid zu zeigen, denn in einem Kriesengebiet wie dem Irak wäre das das sichere Todesurteil für Herz, Seele und Verstand.
Das Buch beschreibt eine Szenerie und einen Alltag im Irak-Krieg, den keiner von uns so jemals in der Presse gelesen hat - nicht verfasst von politisch korrekten Journalisten, sondern von einem, der mitten drin steckte im Sumpf. Es beschreibt, dass es quasi nicht möglich ist zu schlafen, die täglichen Todesängste, die Bilder der Strassen - an jeder Ecke Leichen - teilweise zermalmt, verstümmelt oder von wilden Hunderudeln angefressen. Sprengsätze können Dich quasi überall erwarten - auf dem Seitenstreifen der Strasse, in toten Tieren (ja auch an lebenden, die laufengelassen werden), jeder Draht stellt eine Bedrohung dar.
Die Marines von Jay Kopelman jedoch machen ihren Job und versucht das Thema Angst und Bedrohung nicht aufkommen zu lassen.
Doch dann kommt Lava'
Lava findet Jay Kopelman bei der Stürmung eines verlassenen Hauses - ein kleiner Hundewelpe der großzügig seine Liebe verschenkt - und plötzlich wird alles anders.
Die unannahbaren Marines versorgen das kleine Fellbündel mit ihren Instantmahlzeiten, lassen ihn wider aller Vorschriften bei sich leben und er darf sogar im Schlafsack mit kuscheln. Keiner nimmt ihm übel, wenn er das letzte Paar Welchselsocken frisst, die sündhaft teure Ausrüstung zernagt oder einfach die Schnürsenkel kidnapt.
Aber wie wird es weitergehen mit Lava? Was, wenn die Marines in wenigen Wochen wieder heimfliegen? Werden sie ihn einfach auf die Strasse setzen? Ist es menschlicher ihn zu erschiessen?
Jay Kopelman beschließt Lava zu retten und alles zu ermöglichen, ihn wider aller Regeln in seine Heimat Kalifornien zu schaffen. Ob er es schafft, diesen kleinen Hund zu retten und wer alles an vielen vergeblichen Versuchen beteiligt ist, all das erzählt Euch 'Lava und ich' - ein anrührendes Buch, dass ich nicht weglegen konnte.