*"Du merkst sofort, wenn es die Richtige ist", hörte Viktor die Stimme seines Vaters. "Es ist die Einzige, die es schaffen wird, dich mit ins Meer zu nehmen. Der du gerne folgen wirst. Auch, wenn es deinen Tod bedeutet."*
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Viktor führt eine lautlose Existenz. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert ist er Profikiller. Keiner seiner Auftraggeber kennt sein Gesicht. Er benutzt jedes Mal eine andere Technik und hat keine Handschrift, an der man ihn erkennen könnte. Jeder Mord ist ein Unikat, ein Kunstwerk in Fleisch und Blut. Wochenlang studiert er seine Opfer, entwickelt einen Plan, baut eine Waffe. Dann schlägt er zu.
Doch nun hat sich in Viktors Leben etwas verändert. Er hat einen Menschen verschont, den er vielleicht besser hätte töten sollen. Er ahnt, daß es ein Fehler war. Doch gleichzeitig hat er zum ersten Mal das Gefühl, einem Menschen das Leben geschenkt zu haben. Und nun glaubt er, für dieses Leben verantwortlich zu sein. Für Nina - die einzige Unbekannte in seiner Rechnung, den einzigen Zufall in einem vermeintlich perfekten Plan.
So erzählt Stefan Beuses Roman eine so zarte wie spröde Liebesgeschichte von zwei Menschen, die im Niemandsland zwischen Leben und Tod gestrandet scheinen. Doch während die beiden einander näher kommen, ist die Polizei schon auf Viktors Spuren. In dem Profiler Lang, der genauso akribisch vorgeht wie er und über die Fähigkeit verfügt, sich in die Täter hineinzuversetzen, bis er sie besser kennt, als sie sich selbst kennen, erwächst ihm ein ebenbürtiger Gegner.
Stefan Beuses Roman "Lautlos - Sein letzter Auftrag", der auf dem Film "Lautlos" beruht, lässt das Schicksal des Helden Viktor bis kurz vor Schluß offen.
Und die Moral: Dass die Liebe und das Leben ganz und gar davon abhängen, wie stark zwei Menschen einander vertrauen.
(Lars-Olav Beier, Drehbuch, & Mennan Yapo, Regie)
Es grüßt - Reinhard Busse