Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Der Schwarm, nur andersherum.., 30. Juni 2008
Dieses Buch lebt nicht von der Handlung. Die ist genau genommen sogar ziemlich simpel gestrickt, auf den ersten Blick. Ein Anschlag auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Viele werden sich jetzt vielleicht gelangweilt abwenden, aber zu unrecht. Denn wie der Anschlag von statten gehen soll ist schon ziemlich pfiffig ausgedacht und mir weder in Büchern noch in Filmen schon mal untergekommen. Wie gesagt, es lebt nicht von der Handlung, sondern von dem genialen, dauerbetrunkenen Protagonisten den Schätzing hier gekonnt in Szene setzt, wobei er ihn herrlich unterhaltsam über sämtliche Whisky Sorten die die schottischen Highlands hergeben und über diese noch hinaus, sinnieren lässt. Allerdings baut er für meinen Geschmack immer wieder einen etwas zu ernst gemeinten politischen Hintergrund ein für den man etwas Ausdauer braucht. Dafür belohnen einen die fast schon zum Lachen komischen Dialoge seiner farbenfroh gezeichneten Charaktere.
Für mich persönlich der wohl gelungenste Schätzing. Denn im Gegensatz zu seinem, von der Allgemeinheit in den Himmel gehobenen Roman "Der Schwarm", verfügt dieses Buch über den lebenswichtigen Fingerzeig des Augenzwinkerns. Der macht einem von Anfang an klar, das man es hier mit einem Hauptprotagonisten zutun hat, der sobald er mal nüchtern ist, sehr wohl in die Fussstapfen eines jungen Sean Connerys in der Rolle des James Bond hätte treten können. Somit verzeiht man ihm auch den mittlerweile für Schätzing schon "normal gewordenen Wahnsinn" am Ende der Geschichte. Also ohne spektakuläre Actionfeuerwerke scheint es dieser Autor nicht mehr zu schaffen einen Roman zu beenden. Wie dem auch sei, mir ist diese prächtig gelungene Hauptfigur so richtig ans Herz gewachsen während des Lesens und ich habe meinen Spass mit diesem etwas zu lang geratenen Buch gehabt. Es gibt die von mir für Schätzing typischen 3 Sterne da ich immer noch glaube das dieser, durch den veranstalteten Medienrummel völlig überschätzte Autor noch viel zu lernen hat, was den Schluss eines Buches angeht.
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52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Spannung vs. Akribie, 23. Mai 2006
Die Charaktere sind genial.
Die Dialoge sind intelligent.
Die Story-Idee ist umwerfend.
Die Recherche des Autors ist vulminant.
Aber: Mir gefällt's nicht so richtig.
Woran kann es liegen?
Schätzing geht für meinen Geschmack etwas zu sehr ins Detail: Seitenlange Beschreibungen über den KölnBonn-Airport, sich wiederholende Charakterisierungen und Handlungs-Beweggründe. Schätzing versucht durch akribisches Beschreiben einen Realo-Flair zu erzeugen - er schafft das auch! - aber die Spannung leidet darunter, die Handlung wird nur zähflüssig vorangetrieben.
Wie sieht also meine Empfehlung aus?
Wer einen spannenden, fesselnden Thriller sucht, ist bei "Lautlos" schlecht aufgehoben. Da gibts besseres.
Wer allerdings einen detailgetreuen, intelligenten und soliden Roman sucht, der hat ihn hier gefunden.
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66 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schwache Story aber guter Inhalt, 27. April 2005
Die Geschichte spielt in Köln während des G-8-Gipfels. Hauptperson ist der geniale Physiker Liam O'Connor, der für den Nobelpreis vorgeschlagen ist, erfolgreich populärwissenschaftliche Bücher schreibt und zuviel Alkohol trinkt. An seiner Seite ist die junge Verlagsassistentin Kika Wagner, die im Auftrag des Verlegers Franz Kuhn, aufpassen soll, daß O'Connor bei seinem Besuch in Köln nicht zu viel Unsinn macht und seine Termine einhält. Bei der Ankunft am Flughafen glaubt O'Connor einen alten Studienkollegen und Freund wiederzuerkennen. Dieser Freund hat in deren Studienzeit Sympathien für die IRA gezeigt. Bei Nachforschungen am Flughafen stellt sich heraus, daß dieser ehemalige Studienkollege unter falschem Namen dort arbeitet. O'Connor ist der Meinung, daß ein Anschlag auf einen der Politiker geplant ist. Natürlich glaubt ihm keiner, weil er sich in der Vergangenheit schon des öfteren derbe Scherze erlaubt hat. Die Geschichte hätte man mühelos auf 100 Seiten abhandeln können. Allerdings geht es in dem Buch nicht nur um die Story. Es sind vielmehr die Person und das politische Geschehen, was das Buch ausmacht. Die Charaktere sind wirklich gelungen. Man glaubt, jede der Personen genau zu kennen und kann problemlos nachvollziehen warum diese so handelt. Bei dem politischen Geschehen geht Schätzing intensiv auf den Kosovo-Konflikt ein. Außerdem spricht er Themen wie Terrorismus, russische Mafia, Probleme in Amerika und das physikalische Phänomen der Lichtbremsung an. Nicht fehlen darf natürlich das Thema Whiskey. Nach der Lektüre dieses Buches ist man ein Experte auf diesem Gebiet. Wer kein Buch erwartet in dem pausenlos Action angesagt ist und auch mit teilweise längeren Ausführungen und Gedankengängen von Personen keine Probleme hat, wird an diesem Buch sicher seinen Spaß haben. Wer eine leichte Lektüre zum Einschlafen sucht, sollte das Buch besser nicht lesen.
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