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Lautlos Taschenbuch – März 2006

3.4 von 5 Sternen 267 Kundenrezensionen

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Produktinformation


Mehr über den Autor

Seinen Durchbruch feierte Frank Schätzing 2004 mit dem Ökothriller "Der Schwarm", in dem die Menschheit existenziell bedroht ist durch eine hochintelligente Lebensform, die tief unten im Meer lebt. Seither gilt der 1957 geborene Kölner als einer der erfolgreichsten deutschen Autoren. Zuvor war Frank Schätzing in der Werbebranche tätig, außerdem produzierte er Musik. Seit den 1990er-Jahren konzentrierte er sich aber zunehmend auf die Schriftstellerei. Zunächst veröffentlichte er 1995 "Tod und Teufel", der Roman spielt im Köln des Jahres 1260. Weitere Bücher folgten, der erste Bestseller gelang Schätzing im Jahr 2000 mit dem Politthriller "Lautlos". 2009 erschien "Limit", ein weiterer Zukunftsthriller, in dem es diesmal nicht hinab ins Meer, sondern hinauf auf den Mond geht.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein Polit-Krimi mit spannenden Momenten und Wendungen." (Bild am Sonntag)

"Thriller-Autor mit qualitativem Seltenheitswert." (Südkurier)

Klappentext

"'Lautlos' ist um Längen besser als die amerikanische Dutzendware, die den deutschen Thrillermarkt überschwemmt. Selbst Autoren wie Grisham oder Turow schreiben nicht besser als Schätzing."
Berliner Morgenpost

"Ein Polit-Krimi mit spannenden Momenten und Wendungen."
Bild am Sonntag

"Thriller-Autor mit qualitativem Seltenheitswert."
Südkurier

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Format: Taschenbuch
Die Charaktere sind genial.

Die Dialoge sind intelligent.

Die Story-Idee ist umwerfend.

Die Recherche des Autors ist vulminant.

Aber: Mir gefällt's nicht so richtig.

Woran kann es liegen?

Schätzing geht für meinen Geschmack etwas zu sehr ins Detail: Seitenlange Beschreibungen über den KölnBonn-Airport, sich wiederholende Charakterisierungen und Handlungs-Beweggründe. Schätzing versucht durch akribisches Beschreiben einen Realo-Flair zu erzeugen - er schafft das auch! - aber die Spannung leidet darunter, die Handlung wird nur zähflüssig vorangetrieben.

Wie sieht also meine Empfehlung aus?

Wer einen spannenden, fesselnden Thriller sucht, ist bei "Lautlos" schlecht aufgehoben. Da gibts besseres.

Wer allerdings einen detailgetreuen, intelligenten und soliden Roman sucht, der hat ihn hier gefunden.
2 Kommentare 160 von 168 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Taschenbuch
Die Geschichte spielt in Köln während des G-8-Gipfels. Hauptperson ist der geniale Physiker Liam O'Connor, der für den Nobelpreis vorgeschlagen ist, erfolgreich populärwissenschaftliche Bücher schreibt und zuviel Alkohol trinkt. An seiner Seite ist die junge Verlagsassistentin Kika Wagner, die im Auftrag des Verlegers Franz Kuhn, aufpassen soll, daß O'Connor bei seinem Besuch in Köln nicht zu viel Unsinn macht und seine Termine einhält. Bei der Ankunft am Flughafen glaubt O'Connor einen alten Studienkollegen und Freund wiederzuerkennen. Dieser Freund hat in deren Studienzeit Sympathien für die IRA gezeigt. Bei Nachforschungen am Flughafen stellt sich heraus, daß dieser ehemalige Studienkollege unter falschem Namen dort arbeitet. O'Connor ist der Meinung, daß ein Anschlag auf einen der Politiker geplant ist. Natürlich glaubt ihm keiner, weil er sich in der Vergangenheit schon des öfteren derbe Scherze erlaubt hat.
Die Geschichte hätte man mühelos auf 100 Seiten abhandeln können. Allerdings geht es in dem Buch nicht nur um die Story. Es sind vielmehr die Person und das politische Geschehen, was das Buch ausmacht. Die Charaktere sind wirklich gelungen. Man glaubt, jede der Personen genau zu kennen und kann problemlos nachvollziehen warum diese so handelt. Bei dem politischen Geschehen geht Schätzing intensiv auf den Kosovo-Konflikt ein. Außerdem spricht er Themen wie Terrorismus, russische Mafia, Probleme in Amerika und das physikalische Phänomen der Lichtbremsung an. Nicht fehlen darf natürlich das Thema Whiskey. Nach der Lektüre dieses Buches ist man ein Experte auf diesem Gebiet.
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Kommentar 122 von 131 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Taschenbuch
Wer sich mit Schätzing beschäftigt, sollte "Lautlos" unbedingt vor "Der Schwarm" lesen. Tut man es in umgekehrter Reihenfolge, bekommt man den Eindruck, Schätzing habe bei "Lautlos" noch etwas "üben" wollen.
Die Charaktere sind sehr ausführlich dargestellt, was für das Verständnis der Story tatsächlich auch unabdingbar ist. Der typische rote Faden eben. Das "Warum" erfährt man allerdings erst viel zu spät. Es braucht (im Gegensatz zu "Der Schwarm") eine gehörige Anlaufzeit (von etwa 100 bis 150 Seiten) bis man in das Buch hineingefunden hat. Dabei geht die anfänglich so ausführlich beschriebene politische Problematik später viel zu sehr unter.
Hat man sich aber mal eingelesen, lässt einen das Buch nicht mehr los. In der Tat brilliert Schätzings Erzählung durch die realistische Darstellung der Vorgänge. Auch die Denkbarkeit der Möglichkeit, dass alles auch tatsächlich einmal so kommen könnte, jagt einem wahre Schauer über den Rücken. Der typische Schätzing-Stil nach der Manier eines Hollywood-Blockbuster-Drehbuchs weist dem Leser selbst in komplizierten Momenten noch den Weg durch die komplexe und anspruchsvolle Story. Natürlich merkt man auch hier wieder, dass der Autor im Vorfeld des Schreibens gründlichst recherchiert hat. Gerade das macht die Story auch so plausibel und möglich und damit natürlich super spannend.
Sieht man von der Detailverliebtheit und einigen Längen zu Beginn des Buchs einmal ab, ist es - wie man es von Schätzing kennt - einfach perfekt. Ein Buch, das man am Liebsten in einer Nacht vernaschen möchte.
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Von "Fiodor" VINE-PRODUKTTESTER am 30. Juni 2008
Format: Taschenbuch
Dieses Buch lebt nicht von der Handlung. Die ist genau genommen sogar ziemlich simpel gestrickt, auf den ersten Blick. Ein Anschlag auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Viele werden sich jetzt vielleicht gelangweilt abwenden, aber zu unrecht. Denn wie der Anschlag von statten gehen soll ist schon ziemlich pfiffig ausgedacht und mir weder in Büchern noch in Filmen schon mal untergekommen. Wie gesagt, es lebt nicht von der Handlung, sondern von dem genialen, dauerbetrunkenen Protagonisten den Schätzing hier gekonnt in Szene setzt, wobei er ihn herrlich unterhaltsam über sämtliche Whisky Sorten die die schottischen Highlands hergeben und über diese noch hinaus, sinnieren lässt. Allerdings baut er für meinen Geschmack immer wieder einen etwas zu ernst gemeinten politischen Hintergrund ein für den man etwas Ausdauer braucht. Dafür belohnen einen die fast schon zum Lachen komischen Dialoge seiner farbenfroh gezeichneten Charaktere.

Für mich persönlich der wohl gelungenste Schätzing. Denn im Gegensatz zu seinem, von der Allgemeinheit in den Himmel gehobenen Roman "Der Schwarm", verfügt dieses Buch über den lebenswichtigen Fingerzeig des Augenzwinkerns. Der macht einem von Anfang an klar, das man es hier mit einem Hauptprotagonisten zutun hat, der sobald er mal nüchtern ist, sehr wohl in die Fussstapfen eines jungen Sean Connerys in der Rolle des James Bond hätte treten können. Somit verzeiht man ihm auch den mittlerweile für Schätzing schon "normal gewordenen Wahnsinn" am Ende der Geschichte. Also ohne spektakuläre Actionfeuerwerke scheint es dieser Autor nicht mehr zu schaffen einen Roman zu beenden.
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