Aus der Amazon.de-Redaktion
Diese sowie 158 andere amüsante, oftmals verblüffende etymologische Erklärungen finden sich im neuesten Buch des Hamburger Linguistik-Professors Christoph Gutknecht, der schon mit Lauter böhmische Dörfer, Lauter spitze Zungen und Lauter Worte über Worte erfolgreich den Entstehungsgeschichten und tieferen Bedeutungen denkwürdiger sprachlicher Ausdrücke auf den Grund ging.
Warum "nagt jemand am Hungertuch", warum "gibt jemand Fersengeld", warum "geht einem der Arsch auf Grundeis"? Woher kommt "hinterfotzig", woher "hanebüchen", woher "hirnverbrannt"? Wann wird eine "Milchmädchenrechnung" aufgemacht, wann hat man "Bammel", wann ist jemand eine "Augenweide", wann nur "aufgedonnert"? Warum wird "abgezockt", "geblecht", "verhohnepipelt", "verhunzt", "im Stich gelassen", "auf den Busch geklopft" und "getürkt"? Und wieso um alles in der Welt "zieht es wie Hechtsuppe"? Fragen über Fragen -- und auf jede gibt es eine Antwort: kompetent, scharfsinnig und oft augenzwinkernd.
Gutknecht hat mit diesem Buch wieder ganze Arbeit geleistet: Seine sprachhistorischen und semasiologischen Erklärungen umgangssprachlicher Begriffe und Redewendungen sind tadellos recherchiert, übersichtlich zusammengestellt und leicht verständlich, amüsant und kurzweilig aufbereitet. Also: Kein "Geizkragen" und kein "Pfennigfuchser" sein und den Kauf dieses Buches nicht "auf die lange Bank" schieben, denn wenn man es gelesen hat, kann man sprachlich jedem "Paroli bieten". Und das ist oft ja schon "die halbe Miete". --Christoph Nettersheim