17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Solider Streifen mit super Besetzung, 22. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Laurel Canyon (DVD)
Den Namen Lisa Cholodenko sollte man sich wirklich merken. Die Drehbuchautorin und Regisseurin hat mit Laurel Canyon ihren zweiten Film vorgelegt, und das Ergebnis kann sich, ähnlich wie beim ersten Streifen "High Art", wirklich sehen lassen. Neben einer guten Story bietet der Film jede Menge hervorragender Schauspieler, eine gelungene Entwicklung der Charaktere und eine kreative Erzählweise. Wer das Hollywood Popkorn Kino sucht wird hier nicht auf seine Kosten kommen, aber wer einen guten Independent Film sehen will, darf hier getrost zuschlagen.
Zum Film:
Zwei Welten prallen aufeinander als der junge Psychiater und Harvard Absolvent Sam (gespielt durch Christian Bale, "American Psycho") mit seiner zugeknöpften Freundin Alex (Kate Beckinsale, "Pearl Harbour", "Serendipidy", "Underworld") nach Hause kommt. Dort trifft er unerwarteter weise auf seine Althippie-Mutter Jane, die von Oskar Preisträgerin Frances McDormand ("Fargo", "Almost Famous", "City by the Sea") verkörpert wird. Diese arbeitet als Produzentin mit einer jungen Rockband und führt ein unbeschwertes Leben weit entfernt von spiessigen, amerikanischen Gesellschaftsvorstellungen. Der Sohn kommt mit dem Lebensstil der Mutter nicht klar. Seine Freundin Alex allerdings verändert sich durch den Aufenthalt im Hause und öffnet sich dem Lebensstil der Mutter. Der Konflikt ist unausweichlich.
Beurteilung:
Wirklich gut an diesem Film hat mir gefallen, dass die Regisseurin den doch sehr unterschiedlichen Charakteren und ihren Gesellschaftsvorstellungen genug Zeit gibt, sich zu entwickeln. Dies geschieht vor allem in diversen Dialogen miteinander, aber auch bildlich, durch viele kleine Details. Der wachsende Beziehungskonflikt, der sich öffnenden Alex und ihrem Freund Sam wird dadurch verstärkt, dass Sam auf eine attraktive Kollegin trifft, die ihn ebenfalls anzieht. Die Story wird durch viele kleine Elemente untermalt, was den Film zu einem bildlichen Genuss macht.
Neben der Story und der Umsetzung sind aber auch die Schauspieler Christian Bale, Kate Beckinsale und Frances McDormand zu erwähnen, die hier absolute Charakterrollen abliefern. Von McDormand und Bale war dies auch zu erwarten, von Beckinsale war ich wirklich überrascht, denn nach Van Helsing und Underworld war dies nicht zu erwarten. Laurel Canyon ist daher ihre bisher beste Rolle!
Zur DVD:
Hier muss ich wirklich einmal ein Kompliment an die Produzenten der DVD machen. Die DVD bietet alles was man will: ein gutes Bild, einen guten Sound in Deutsch und im englisch Originalton beide in Dolby Digital 5.1, interaktive Untertitel in Deutsch und Englisch sowie einen Regiekommentar. Einige weitere Extras runden die DVD ab. Vor allem im englischen Original kann ich den Film empfehlen, denn dieser lebt von den Dialogen der Protagonisten. Darüber hinaus stimmt auch noch der Preis!
Fazit:
Ein handwerklich sehr gut gemachter Streifen mit guter Story und topp Schauspielern machen den Film zu einem Genuss für Filmgeniesser. Daher kann ich den Film (v.a. im englischen Original) und die DVD uneingeschränkt empfehlen! Viel Spass!
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11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Feiner Schauspielerfilm mit Top-Besetzung, 11. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Laurel Canyon (DVD)
Drehbuchautorin und Regisseurin Lisa Cholodenko erforscht die Beziehungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und Einstellungen ... und das macht sie prima. Ihr zweiter Film ist ausgezeichnet besetzt. Jede Rolle mit dem richtigen Schauspieler. Die forsche Jane (Frances McDormand; „Fargo", „Die Wonder Boys"), die schüchterne Alex (Kate Beckinsale; "Pearl Harbour", "Van Helsing", in einer ihrer besten Rollen), der zerrissene Sam (Christian Bale; der „American Psycho" und zukünftige „Batman"), die schöne und leise spielende Sara (Natascha McElhone; "Fear Dot Com") und der Typ zum liebhaben, Ian (Alessandro Nivola; „Jurassic Park 3"). Nuancenreich, voller Ausdruckskraft, jedes Gefühl ist auf den Gesichtern der Charaktere ablesbar. So überzeugend ist ihr Spiel, dadurch lebt die Geschichte ohne Worte. Das langsame sich Annähern an neue Lebensumstände, neue Menschen, neue Entscheidungen, die getroffen werden müssen, das Feinabgetimmte von Drehbuch und Umsetzung, machen diesen Film zu einem kleinen Juwel im DVD-Jahr 2004.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Schön anzusehen reicht nicht, 16. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Laurel Canyon (DVD)
Eine wirklich beeindruckende Besetzung: Francis McDormand, Kate Beckinsale, Christiane Bale und Natascha McElhone, die man leider viel zu selten auf der Leinwand beziehungsweise dem heimischen Fernseher sieht. Und die Geschichte ist auch interessant: Leicht angespießter Arzt (Bale) muss mit seiner Freundin (Beckinsale) ins Haus seiner wilden Mutter einziehen (McDormand). Für reichlich Konfliktpotential ist gesorgt und die Darsteller sind alle von einer Attraktivität, der man sich kaum entziehen kann oder will. Aber: Leider machen Drehbuchautor und Regisseur nichts aus dieser Steilvorlage. Die Szenen wirken artifiziell, Veränderungen der Charaktere werden weniger vorbereitet, sondern eher als überraschende Enthüllungen gezündet. Und schnell verlieren so auch die Darsteller ihre Anziehungskraft - aus der im wahrsten Wortsinne zarten Kate Beckinsale wird ein neurotisches Nymphchen, das man sich in einem "Bilitis"-Weichzeichnerfilm vorstellen könnte. Christian Bale darf einen einzelnen Gesichtsausdruck in zehn verschiedenen, dadurch aber auch nicht aufregenderen Nuancen präsentieren. Selbst die wunderbare Francis McDermid nervt, weil ihre Figur einfach die ganze Zeit so unangepasst anders zu sein hat. Und am Ende der Geschichte ist dann natürlich alles irgendwie wunderbar aufgelöst. AUA! Gesamturteil: Die Darsteller sind schön anzusehen, der Film leider nicht. Zwei Gnadensterne gibt es zum einen für die interessante Gesangsstimme und den formschönen Hintern von Alessandro Nivola, zum anderen für einen unfreiwilligen Gag: Natascha McElhone wird mit einem grauenhaft starken französischen Akzent synchronisiert (den die Schauspielerin im Original nicht ganz so extrem hat). In einer Szene bekommt sie ein Kompliment für eben diese "charmante Aussprache" - worauf herauskommt, dass sie eigentlich eine Israelin spielt...
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