Warum dieses Buch nur einen Stern bekommt? Weil ich nur das Thema Magersucht bewerte. Denn darunter habe ich dieses Buch beim Suchen gefunden und gekauft - und ich meine, dorthin gehört es nicht. Eher zu dem Suchbegriff Glaube und Gott, denn darin wird man ständig in diesem Buch bestärkt, was auch durchaus lobenswert ist und meine volle Anerkennung bekommt. Auch, daß das Buch durchaus gut und spannend geschrieben ist. Man fühlt mit und man bekommt mal wieder zu fühlen, wieviel Einfluß Eltern auf ihre Kinder ausüben und was dann daraus werden kann.
Aber(!), die Schriftstellerin hätte das Thema Magersucht überhaupt nicht ansprechen müssen. Zu viele andere Dinge passieren in diesem Buch. Die Krankheit ist Nebensache und überhaupt nicht wichtig. Und es wird hier auch nicht wirklich über die Krankeheit gesprochen. Es ist wohl schon etwas recherchiert worden darüber, aber ich konnte da teilweise nur lachen. Eine Magersucht entsteht nicht in zwei Monaten oder ist auch nur annähernd nach einem Sommer verbesserungsfähig. Auch findet man zu 99 % nicht sofort einen geeigneten Therapeuten. Und ich weiß wovon ich rede, weil ich selbst betroffen bin/war.
Also Leute, wenn ihr über den Glauben was lesen wollt, dann ist das Buch genau das richtige und spannend noch dazu. Wenn ihr was lesen wollt, wie Eltern mit ihren Kindern umgehen und wie ignorant sie sein können: Gut, dann ist das Buch auch richtig. Will aber jemand etwas zu dem Thema Eßstörung lesen, dann: Laßt bloß die Finger davon. Es ist rausgeschmissenes Geld. Und es gibt tausendfach bessere!