Zugegeben - zuerst war ich ja skeptisch, ob „Laura und das Siegel der Sieben Monde" das hohe Niveau des Vorgängers halten kann. Doch nach nur wenigen Seiten war mir klar - der zweite Laura Band ist noch besser als der erste. Peter Freund hat es wieder einmal geschafft, uns mit einer spannenden, einfallsreichen, fantasievollen Geschichte zu konfrontieren, die einen absolut fesselt und fast keine Luft zum Atmen lässt. Die Suche Lauras nach dem Siegel strotz nur so voller Überraschungen und Wendungen. Wieder kann sie sich der Hilfe ihrer besten Freundin Kaya und ihres Bruders Lukas sicher sein; und natürlich erhält sie auch wieder Unterstützung von den Wächtern. Doch Laura wirkt im zweiten Band schon sehr viel reifer und selbstsicherer und überrascht mit ihrem Mut und Taten nicht nur uns, sondern selbst Aurelius Morgenstern, ihren Mentor.
Natürlich schläft auch die böse Seite nicht und setzt alles in Bewegung, um Laura aus dem Verkehr zu ziehen. Und das ist, ich möchte hier nicht zu viel verraten, eine ganze Menge.
Die Beschreibungen von Aventerra sind wieder einmal grandios. Mühelos lässt der Autor eine eigene Welt entstehen, die von unzähligen Fantasiewesen bevölkert wird - Wunschgaukler, Levatoren, Flugkraken, Giftschleicher, etc.+ der bereits bekannten Wesen und Landschaften.
Hatte es beim ersten Teil noch manchmal den Anschein, dass der Autor aus „Herr der Ringe" oder „Harry Potter" geklaut hat, so hat das „Laura-Universum" im zweiten Teil die Selbständigkeit erreicht und steht den anderen Büchern in nichts nach.
Rundum ein gelungenes Lesevergnügen, welches inhaltlich sogar an Substanz zulegen kann - ab und zu schlägt der Autor sozialkritische Töne an, die aber nie lehrmeisterhaft wirken, sondern wundervoll in die Geschichte integriert sind. Und was will man eigentlich mehr - ein gelungenes Lesevergnügen, das einem auch noch zum Nachdenken anregt?!