Aus der Amazon.de-Redaktion
Diese jüdisch-amerikanische Faustversion, knisternd vor Spannung, staubtrockenem Humor und funkensprühender Weisheit, tischt uns Melvin Jules Bukiet zusammen mit acht weiteren Geschichten aus dem heutigen Alltag der jüdischen Diaspora in Amerika auf. Mehr als einmal verzieht es einem das Gesicht angesichts der bitteren Medizin, die dennoch mit dem so nötigen, überlebenswichtigen Schuss Humor verabreicht wird.
Da ist der Anwalt Kahn, der in einem Militaria-Laden in New Jersey auf einen Zettel stößt, mit dem Hinweis auf seltenes Filmmaterial über die Tötung von Himmlers Hühnern. Der Spur folgend, wird Kahn in der Wohnung eines alten Juden, die einem obskuren Holocaust-Museum gleicht, Zeuge des erschütterndsten Stummfilms seines Lebens.
Absolute Pflichtlektüre, pendelnd zwischen Magie und Profanität. Tragische, dabei immer urkomische Geschichten von Menschen auf der Suche nach ihrem Gott, der sich so gerne bedeckt hält, während der Teufel die Öffentlichkeitsarbeit weit weniger scheut. Vielleicht auch deshalb solch teuflisch gute Stories. --Ravi Unger
Pressestimmen
Kurzbeschreibung
Was ist, wenn der Messias gar nicht kommt?
Die amerikanischen Juden in Bukiets Erzählungen wollen vor allem eines: leben! Natürlich warten sie auf den Messias, aber in der Zwischenzeit kann man ja auch mal einen Pakt mit dem Teufel eingehen oder Geschäfte mit dubiosen Russen machen oder auf dem Grab eines Freundes tanzen ... Böse, klug und schrill - eben Bukiet.
Theologie und jüdische Mystik, Zeitgeschichte und alte Mythen, böse Satiren, gute Witze und nachdenklich stimmende Begebenheiten aus dem heutigen Leben der jüdischen Diaspora in New York, Minnesota oder Chicago - aus diesen Ingredienzien mischt Melvin Jules Bukiet neun Erzählungen, die den Kern des jüdischen Glaubens umkreisen: die Widerrede. Da gibt es den Juwelier im Diamantenviertel Manhattans, der den merkwürdigen Wunsch einer Kundin erst als unmöglich abtut, dann die Kabbala und die Gematrie bemüht und doch erst versteht, als es zu spät ist. Der Niedergang eines korrupten koscheren Metzgers wird mit Parallelen zum Alten Testament und satirischen Kommentaren zu jüdischen Essgewohnheiten illustriert, und ein Rabbi geht nicht nur einen Pakt mit dem Teufel ein (der sich wehmütig an Zeiten erinnert, da ein Vertrag mit einem Anstreicher aus Braunau sehr erfolgreich war), sondern überlistet ihn am Ende... Zwischen Magie und Profanität, zwischen Komik und Tragik oszillierend, zeigen diese Geschichten Menschen, die auf Gottes Erde leben, nicht aufhören können, mit ihm zu hadern, und die Launen des Messias genau beobachten."Ein starkes Gebräu aus Witz, ethischer Klugheit, grandiosen Dialogen und grenzenloser Phantasie - eine Sammlung teuflisch guter Geschichten." Philadelphia Enquirer "In diesen hervorragenden, ungewöhnlichen Geschichten, die aus einem jüdisch-amerikanischen Milieu heraus allgemeingültige moralische und metaphysische Fragen stellen, prallen das Irdische und das Mystische aufeinander ... Bukiet schafft unvergeßliche, unverwechselbare Charaktere, die am Abgrund stehen und eine gefährliche Gratwanderung zwischen dem Heiligen und dem Profanen wagen." (Publishers Weekly)
Melvin Jules Bukiet, der New Yorker Autor, geboren 1953, hat drei Romane und mehrere Erzählbände veröffentlicht. Seine u.a. haben seine Romane Danach (1997) - "Eine komische, bittere,zärtliche, wahnwitzige, zynische und unglaubliche Geschichte." (ZDF) - und Zeichen und Wunder (1999) provoziert und Aufsehen erregt.