Wenn man anfängt, dieses Buch zu lesen, sollte man sich im Klaren sein, dass es sich hier um eine Diplomarbeit o.ä. handelt und es daher die formalen Anforderungen einer solchen erfordern, am Anfang Theoretisches zu klären und zu beleuchten. Dies mag für den Leser 'langweilig' erscheinen, ist aber notwendig.
Je weiter man liest, desto mehr interessante Details werden über die Simpsons offenbart. Keine Frage, für ernsthafte Simpsons-Fanatiker (wie ich einer bin) sind die Neuigkeiten in diesem Buch nicht bahnbrechend - da sie in einer Diplomarbeit sind, die das Ergebnis einer Recherche sind, erheben sie auch keinen Anspruch darauf. Gelungen ist auch die Auswahl der Zitate, die die Argumente untermauern sollen. Es stört auch nicht, dass die Zitate auf Englisch sind.
Besonders interessant wird das Buch jedoch nur für Schüler und Studierende sein, die sich mit den Themengebieten auseinandersetzen müssen, die die Arbeit behandelt (z.B.: Medienmanger, etc.). Fans, die dieses Werk rein zur Unterhaltung kaufen wollen, sei gesagt, dass es um diesen Preis andere Bücher gibt, bzw. man die Infos aus diesem Buch ohnehin schon weiß, oder wie woanders auch gut organisieren kann.
Ich selbst habe dem Buch statt 4 Sternen nur 3 gegeben, weil es so extrem vor Form-, Rechtschreib-, Ausdruck- und Grammatikfehlern strotzt, dass man sich ernsthaft fragen muss, ob und wer jemals etwas korrigiert hat. Es reicht von einfachen Tippfehlern über Probleme mit der Groß- und Kleinschreibung zu öfter vorkommenen das/dass-Fehlern. Einige Wörter werden durch das gesamte Wert konsequent falsch geschrieben - was nicht nur wirklich peinlich ist, sondern den Lesefluss eines Lesers, der der deutschen Rechtschreibung mächtig ist, stört. Dies ist meiner Meinung nach für eine Arbeit dieser Art nicht vertretbar.
Ebenfalls ist ein inhaltlicher Schnitzer vorhanden: Der Autor behauptet, dass bei Sitcoms die Lacher eingespielt seien. Dies stimmt nicht, da diese (in der Regel) vor Publikum gedreht werden und es natürlich lacht, wenn es lustig wird. Ausnahmen bestätigen diese Regel. (Der Vollständigkeit halber: Natürlich werden bei einer Synchronisation in andere Sprachen die Lacher eingespielt, da man sie nicht einfach aus dem Original herausschneiden kann, deswegen wirkt es hierzulande oft so, als wären Lacher immer eingespielt und nicht echt.)