Kurzbeschreibung
Wie kann man nur ein unwissenschaftliches Buch über Laufen schreiben, das keinerlei Trainingstipps beinhaltet? Man kann, denn Trainingstipps gibt es bereits anderswo. Was empfindet man beim Laufen? Wie verändert sich die Gefühlswelt durchs Laufen? Soll man überhaupt? Man soll. Wunderbar wird man dabei empfinden. Innere Ausgeglichenheit findet man mit der man dem Alltag entgegen treten kann, der einem wirr begegnet. Laufen ist Meditation
nur dass man dabei nicht fad herumsitzt. Man führt meditativ ein genetisches Grundprogramm aus. Etwas, das man braucht. Es ist wohltuend. So entschloss ich mich jenen Empfindungen dieses Buch zu widmen. Das Buch enthält vierhundert Fast-Sechzehnzeiler. Alle laufen einfach. Jeder ist eine Variation, ein Spektrum positiver Gefühle, das die Gedichte umreißen.
Der Autor über sein Buch
Laufen das heißt einfach Schweben ... Karl A. Erber
Über den Autor
Ich wurde 1971 in St.Pölten (Niederösterreich / Österreich) geboren. Nach vier Grundschuljahren, begann dann plötzlich eine Ausbildung, die unter einem weit helleren Stern stehen sollte als zuvor. Hauptschule, Höhere Technische Lehranstalt und ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftswissenschaften haben mich geprägt. Immer noch sind mir die Worte von Rektor Hansen bei meiner Sponsion im Ohr, dass man trotz aller Arbeit das kulturelle Interesse nicht hintan stellen sollte, da man ansonsten nur an innerer Leere gewinnen würde. Das wäre keinesfalls gut so. Sicher haben Menschen, Kultur, Laufen, Irish Dance und noch vieles andere durch die bleibenden Eindrücke, die ihr Dasein im Gedanken hinterlässt die Inspiration zur Welt gebracht und damit meinem Leben und Werk eine ganz besonders zauberhafte Würze verliehen.
Auszug aus Laufen, einfach nur laufen. von Karl Alfred Erber. Copyright © 2004. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Nur Drei der vierhundert Poeme im Buch:
1248. Wenn sich der letzte Sonnenstrahl
Wenn sich der letzte Sonnenstrahl
im stillen Wasser reflektiert,
vernimmt man ein Leuchten von Mal zu Mal
das zum magnetischen Glanz gar wird.
Der Himmel verfärbt sich im Abendrot;
erleuchtet so Weg, Geist und Sinn;
unruhige Gedanken sind längst im Lot -
langsam nur streicht die Zeit dahin.
Man meint sie hält still,
weilt nen Moment nur gar -
kurz fühlt man der Geborgenheit Gefühl;
doch bald nimmt man das Glänzen nicht mehr wahr,
da es bald schon verstrichen ist
und nur noch im Innern der Seele weilt,
die lange noch festhält, was das Auge längst misst,
wodurch der Geist stets zum Glücke eilt.
1214. Einfach dahin ziehn
Einfach dahin ziehn,
wie ein Vogel im Wind
ist fast wie vor der Welt fliehn
laufend geschwind.
Ist auch fast wie Schweben -
glücklich wunderbar;
Glücksgefühl erleben,
ganz einfach und wahr -
der Sonne entgegen
läuft man dahin,
wie ein himmlischer Segen
hebt es den Sinn.
S ist ein ewiger Traum
den man kaum beschreiben kann;
Glück erfüllt Zeit und Raum:
Dies vermisst man dann und wann.
1279. Es läuft
Es läuft
wenn man läuft
wie man läuft
einfach läuft -
einfach so
irgendwo
sowieso
einfach froh
mit Geschick
Richtung Glück
jeden Augenblick
kein Zurück.
Trauer weicht dahin;
man erkennt den Sinn;
jeder Moment ein Gewinn
weil ich laufend glücklich bin.