Das Buch erzählt die Gesichte von Christian Schiester und seinem Weg vom trägen Beamten zum Extrem-Marathon-Läufer. "Es ist wie ein Rauschzustand. Es tut zwar weh, es tut jeder Schritt weh, aber wenn du so in dem Zustand drinnen bist, dann kannst du laufen, bis du tot umfällst..." Dieser Auszug beschreibt für mich die Quintessenz des Buches. Man durchlebt gedanklich mit Christian Schiester die Strapazen der Extremläufe in der Wüste, beim Himalaya Run, im Dschungel und beim Antarctic Ice Marathon.
Man erlebt sehr anschaulich das Glücksgefühl danach, wenn es vollendet ist, wenn man im Ziel ist. Man versteht, warum er, der das Laufen erst spät für sich entdeckt hat, immer nach neuen Herausforderungen sucht. Sich immer wieder überwinden, seinen Körper kennen und an seine Grenzen gehen - ins Leben laufen. Wer von uns tut das schon? Das Buch macht Lust auf mehr. Der Schreibstil ist lebendig und spannend und die vielen Fotos zeigen einen Mann, der zufrieden ist, der lacht und den Tränen nahe ist, der gedankenverloren ist und dann wieder konzentriert. Und sie zeigen v.a. eines: einen Mann, der nie aufgibt.