Rubenbauer und Hofmann haben mit ihrer Grammatik der Lateinischen Sprache das Standard-Werk für den Lateinunterricht an Universitäten geschrieben- und das zu Recht. Das Buch gliedert sich klar in Abschnitte der Wortlehre und der weiterführenden Syntax sowie einen umfangreichen Anhang, der viele oft schwer erlernbare Phänomene vereinigt. Diese großen Abschnitte sind weiter sinnvoll unterteilt, der Wortlehre-Apparat glänzt durch zahlreiche gut, da übersichtlich gestaltete Tabellen, die sich hervorragend zum Lernen eignen. Eine besonders große Stärke des umfangreichen Werkes ist der Umstand, daß jedes grammatische Phänomen mit zahlreichen Beispielen aus der klassichen Literatur erläutert wird, so daß der Leser beim Lernen gleichzeitig mit einer enormen Fülle an loci classici verwöhnt wird. Wo sich diese finden lassen, ist in einem umfangreichen Extra-Anhang ganz am Ende des Buches aufgelistet. In bestimmter Hinsicht sind diese Text-Beispiele aber auch die einzige Schwäche der Grammatik, da sie das eigentlich darzustellende Phänomen in teilweise recht kompliziertem Zusammenhang auf- zeigen, so daß sich ungeübtere Leser der lateinischen Sprache beim Übersetzen der Beispiele auch mit anderen grammatischen Schwierigkeiten auseinandersetzen müssen. Dieser Umstand macht die Grammatik von Rubenbauer/Hofmann als Schul- Grammatik ungeeignet, als Standard-Werk für das Studium der klassichen Philologie sei es jedoch, nicht zuletzt auch wegen seiner übersichtlichen Struktur und Handlichkeit, jedem Studenten ans Herz gelegt. Das Werk besitzt einen ausgezeichneten Index, der sich in drei Teile gliedert: Bezeichnung von grammatischen Phänomenen, lateinische Worte mit ihren Konstruktionen und ein Stammformen-Register. Diese Gestaltung des Index erlaubt ein stets rasches Auffinden der gesuchten Information, was ja zu den entscheidenden Kriterien bei der Bewertung der Tauglichkeit einer Grammatik zählt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)