Als alter Elvis- Fan besitze ich eine stattliche Anzahl auch an Büchern über ihn. Diese sehr ausführliche und objektive Biografie von Guralnick ist das beste, was ich je gelesen habe und glaube auch, dass sie den Menschen Presley am besten realistisch schildert, wobei nie Partei ergriffen wird und den Leser zwingt sich selbst ein Bild zu machen. Alles ist belegt anhand hunderter von Zitaten, die erzählerisch so eingebaut sind, dass sich ein sehr spannender Erzählstrang ergibt. Alles in allem eröffnet sich dem Leser umfassend die Kluft zwischen dem unfehlbaren Halbgott der Bühne mit dem Saubermannimage und dem wirklichen Menschen. Als einziges Manko könnte man anführen, dass das Buch überdimensional schwer und dick ist und deshalb schnell die Arme einschlafen :-) ( Spass beiseite)Ausserdem hat Guralnick einen Hang zu endlosen Kettensätzen mit meheren Nebensätzen, so dass auch eloquente geübte Leser Pasagen mitunter zweimal lesen müssen um zu verstehen, was eigentlich passiert ist.
Der Nachfolger, "Elvis der Abgesang" ( den Titel finde ich nicht gelungen),- der die späteren Jahre bis zum Ende behandelt ist genauso gut übrigens. Ausserdem gibt es beide Bücher auch als Hörbücher inzwischen,- von Bela B von den Ärzten gesprochen.