Hier haben wir also ein absolutes Meisterwerk des Death Metals der frühen 90er. Ich persönlich halte dieses Werk als das stärkste, das Asphyx auf den Markt geworfen hat. Die Trademarks der Band, doomiger Death Metal mit gelegentlichen Ausflügen in schnellere Regionen, spielen sie hier gnadenlos aus. Was dieses Werk aber so besonders macht ist die überirdische Gesangsleistung von Martin van Drunen, der hier auf diesem Album zum letzten Mal auf einem Asphyx Album mitwirkt. Der Gesang wirkt wie ein zusätzliches Instrument und kommt speziell in den doomigen Parts zur Geltung und vermittelt auf der einen Seite ein aboslutes Gefühl der Trostlosigkeit und Hoffnungslosigkeit und verliert auf der anderen nie an Brutalität und Intensität - für mich stellt Martin van Drunen einen der absoluten besten Shouter der Szene dar (Ich bedaure das man ihn nie auf einem Bolt Thrower Album hören konnte). Die Instrumentalabteilung vermittelt auch absolutes Können und beweist dies in einem tighten absoluten Riffmassaker. Asphyx zeigen mit diesem Referenzalbum, dass man keine Doublebases, Harmonizers etc. braucht und man nicht Highspeed spielen muss um brutal zu sein. Von dem Brutalitäts bzw. Intensitätslevel stecken sie den Großteil der Death/Black Metalszene in die Tasche.
Positiv zu bemerken sei noch das Bonus Material, welches die "Crush the cenotaph" EP sowie die "Promo 91" enthält.
Abschließend sei bemerkt, das "Last one on earth" eine absolute Kaufempfehlung ist und sie in keiner gut sortierten Sammlung fehlen DARF!!!