Doves...von denen hatte ich noch nichts gehört. Dann...eine Rezension...in der Hörzu...hervorragend? Ach, ja? OK. Geben wir der Platte eine Chance. CD-Laden um die Ecke...reingehört...verliebt...gekauft! Diese Band ist wirklich wundervoll anders.
Jedes Lied malt eine ganz eigene Musiklandschaft. Eröffnet durch das ruhige und nur 1 1/2 minütige "intro" schließt sich gleich der erste Höhepunkt an. "Words - they mean nothing, so you can't hurt me" hört man jemanden singen. Ok, dass ist nicht neu, aber diese Melodie und die Kraft verschlagen einem erstmal die Sprache. Auf konstant hohem Niveau folgt "There goes the fear", sieben Minuten Musik, wie sie kaum schöner sein könnte und endet in diesem Wundervollen Krawall von südamerikanischen Rhythmen...
Als nächstes folgt die veränderte Form von "Moonchild", dass von King Crimson geschrieben wurde, als "M62 song" daher. Schön, dass man die Autos am Anfang sogar rauschen hört, wenn man ein wenig lauter dreht. Nr. 5 ist wieder ein kurzes Instrumental und ermöglicht ein kurzes Luftholen nach drei wirklich guten Songs, die alle sehr verschieden klangen. "N Y" ist wieder anders, etwas lauter und eine nette Verbeugung vor der Stadt New York. Das ausufernde Satellites spannt wirklich einen schönen Bogen und geht in das düstere "Friday's dust" über, gefolgt von der ersten(?) Single "Pounding". Mit dem Titelstück folgt mein Lieblingslied auf der Platte.
Das Ende wird von dem mit vielen Wendungen versehene "Sulferman" und das mit Akustikgitarre gespielte "Caught by the river" gebildet.
Ich bin ein großer Britpop-fan, doch mit Pop hat das hier wenig zu tun. Zu anspruchsvoll und ideenreich ist diese Platte für den Mainstream. Ein wenig Zeit, Ruhe und Besonneheit verlangt diese wundervolle Stunde voll wirklich großer Musik.
Für alle, die mal wieder was neues hören möchten, lohnt sich ein Probedurchgang allemal. Auch der Vorgänger ist sehr zu empfehlen, nur ist dieser nicht ganz so abwechslungsreich. Sicher eine der Höhepunkt des Jahres 2002. Schön!