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Allein die Namen flößen Respekt ein. Keine Frage, Willie Nelson, Merle Haggard und Ray Price gehören mit zu den drei wichtigsten Figuren der letzten 50 Jahre des Country-Genres. Ihr Platz in der Geschichte ist ihnen so sicher wie das Amen in der Kirche, durch ihre Songs haben sie längst den Status der Unsterblichkeit erreicht. Was also veranlasst diese drei - wie Country-Fan Olli Dittsche Dittrich sagen würde - Titanen eine so umfangreiche CD aufzunehmen und auch noch auf Tour zu gehen (die sie leider, leider nicht in Deutschland führt)? Des Geldes wegen? Wohl kaum, dazu dürften die Tantiemen-Kassen zu laut und zu stetig klingeln.
Hört man sich die CD ganz genau an, fallen einem gleich mehrere Gründe ein. Da wäre zum einen der Spaß, den die drei Herren in jeder Sekunde zu haben scheinen und der sofort auf den Hörer überspringt. Ein weiterer Grund könnte sein, dass sie noch einmal die Lieder für die Nachwelt konservieren wollen. Dabei verlassen sie sich vor allem auf Fremdmaterial: Cindy Walker, Lefty Frizzell, Floyd Tillman, Jesse Ashlock, Leon Payne, Harlan Howard und Kris Kristofferson liefern Hits wie My Life's Been A Pleasure, Heartaches By The Number, Lost Highway, Pick Me Up On Your Way Down, Why Me oder I Love You Because.
In Szene gesetzt hat diese entspannte Unterrichtsstunde in Sachen Country-Geschichte niemand Geringeres als Fred Foster. Der Songwriter und Gründer von Monument Records fungiert als Produzent und brachte die Background-Götter The Jordanaires, Vince Gill und Kris Kristofferson mit in Studio. Der Sound ist klassisch, warm und echt. Er umfängt den Hörer mit einem vertrauten Wohlfühl-Gefühl, bei dem man sofort weiß: Hier wurde alles richtig gemacht. Die Arrangements sind leichtfüßig und nie überfrachtet, die Band bestehend aus Schlagzeuger Eddie Bayers, Basser Michael Rhodes, den Gitarristen Don Potter (akustisch), Brent Mason (elektrisch) und Buddy Emmons (Steel) sowie John Hobbs an der Hammond, geht mit ebensoviel Respekt wie Selbstbewusstsein an die musikalische Umsetzung. Kein Wunder, handelt es sich doch bei Material und Künstler um Klassiker. Immerhin feierte Ray Price im Januar seinen 81. Geburtstag, Willie Nelson darf am 30. April seinen 73. feiern und Benjamin Merle Haggard beging kürzlich seinen Siebzigsten. Dass die Stimmen der Drei nicht mehr dieselben sind wie vor 50 Jahren ist dabei klar, sie klingen anders, tiefer, vielleicht ein wenig rauer. Doch verhält es sich eher wie mit guten Wein, der im Alter all seine positiven Charakteristika besonders hervorhebt.
Fazit: Ein besonders feines Album dreier Country-Legenden, die ganz entspannt und zurückgelehnt den Jungen zeigen, wo der Hammer hängt. Nie war Altersweisheit schöner, und wer etwas Gutes tun will, genießt Last Of The Breed mit einer guten alten Flasche Roten.(Daniel Kappla)
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