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Lassen Sie es mich so sagen: Dombrowski deutet die Zeichen der Zeit
 
 
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Lassen Sie es mich so sagen: Dombrowski deutet die Zeichen der Zeit [Taschenbuch]

Georg Schramm
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (4. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453600924
  • ISBN-13: 978-3453600928
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.294 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Georg Schramm
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Den Selbstgerechten ordentlich auf den Schlips treten. Kaum einer kann das hierzulande derzeit besser als Georg Schramm. Wie auf der Bühne, so beweisen seine geschliffenen Pointen in seinem ersten Buch, dass politisches Kabarett der alten Prägung auch heute ein breites Publikum finden kann. In der vorliegenden, kommentierten Best-of-Sammlung deuten drei seiner Figuren die Geschichte jeweils in ihrem Sinn: der Rentner Dombrowski, Oberstleutnant Sanftleben und das sozialdemokratische Urgestein August, die Kabarett-Fans ja bereits von der Bühne kennen.

Schramm ist ein Unikum. Als in den späten Sechzigerjahren andere auf die Straße gingen, ging er zur Bundeswehr, arbeitete dann lange als Psychologe. Heute begegnet uns der spät berufene Kabarettist vordergründig als jemand, der mächtig unter Dampf steht, hintergründig als belesener Aufklärer der alten Schule, der von unseren Politikern nicht einfache Wahrheiten, aber ehrliche Wahrhaftigkeit einfordert. Sein Antrieb scheint dabei die schiere Verzweiflung über die abgrundtiefe Gedankenlosigkeit vieler Zeitgenossen zu sein.

Besonders nahe steht Schramm sicher seiner eigenwilligsten Figur: Lothar Dombrowski. Dessen Strafpredigten führen von der Paulskirche 1848 über die Ostermärsche der Achtzigerjahre bis in die Altenheime heutzutage. Häufig begegnet uns der renitente Rentner als zorniger alter Mann. Dann wissen Kabarett-Besucher bzw. Leser bisweilen nicht, wo der Spaß wirklich aufhört. Der Witz dabei ist, dass traurige Wahrheiten oft so verdichtet werden, bis sie komisch zu wirken beginnen.

Sich selbst beschreibt Dombrowski als protestantischen Atheisten mit preußischer Seele, der wie der alte Fritz einen Rationalstaat anstrebe anstelle eines Nationalstaats. Und Lothar lebt, denn es steht geschrieben: „Ich habe all die Jahre Georg Schramm als Pseudonym benutzt. Im realen Leben gibt es nur mich, Lothar Dombrowski.“ Na, wenn das so ist, dann wünschen wir dem streitbaren Rentner noch viel Schaffenskraft. Denn kritische Geister wie ihn hat unser Land bitter nötig. -- Herwig Slezak -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Der Vortrefflichste unter allen möglichen Hildebrandt-Nachfolgern." (SZ )

"Das Wahlvolk will betrogen werden, aber einen gewissen Qualitätsanspruch wird man doch haben dürfen." (Lothar Dombrowski )

"In seinen Schlussfolgerungen, seiner Pointierung ist er niemals zimperlich. Das imponiert desto mehr, je länger man sich mit ihm durch die deutsche Geschichte und die gegenwärtigen Geschichten bewegt. [...] man fühlt sich gut mit diesen Texten." (SZ )

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Kundenrezensionen

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69 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Statt einem Vorwort eine Rechtfertigung. Mal was anderes.
Und endlich ist es raus: Georg Schramm ist erfunden!
Doch, ER (Lothar Dombrowski) hat es mir selbst gesagt. Und ein Preuße lügt nicht!
In diesem, seinem warscheinlich einzigem Buch, hat er frühe bis aktuelle Texte gesammelt. Diese lassen sich hervorragend lesen.
Obwohl ich sagen muss, dass mir die Stimmen der Originale in manchen Passagen fehlen - ein Buch ist eben nicht live...
Die Texte stammen teilweise aus den 80-er Jahren, haben jedoch an ihrer Aktualität nichts eingebüßt. Leider.
Da werden die Mißstände im Gesundheitswesen, die Korruptionsbereitschaft der Führungsriege genauso wie die entsprechende Hinnahmebereitschaft (schönes Wort) der "Geführten" dargestellt.
Das Lachen bleibt einem im Halse stecken, wie den Teilnehmern einer Wohltätigkeitsveranstaltung wohl das Essen, wenn es Kinder mit Hungerbäuchen verteilen würden.
Hoffen wir, dass Lothar Dombrowski, der alte Sozi August und Kamerad Sanftleben noch lange etwas zu sagen haben!
Und hört ihnen gut zu!
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76 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Detlef Rüsch #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Kabarett muss sich einmischen, aufmischen und darf nicht vermischen. Georg Schramm gelingt wieder mal eine überzeugende Mischung aus Einmischung in die Politik, Aufzeigen des gesellschaftlichen Alltags und aufklärerischer Arbeit. Auch wenn es stellenweise einer höheren Bildung bedarf, um seinen Ausführungen zu folgen, so vermag man hier wieder herausgefordert werden, die tagtägliche Ab-Bildung" zu überdenken. Jeden Tag werden neue Themen über die Medien ans Volk gebracht. Es bleibt kaum mehr Zeit, sich gründlich mit Bildung, Hartz IV oder Ausländerintegration zu befassen. Schon wird ein neues Thema angefasst und das noch vermeintlich frische Thema wird vom großen Nachrichtenstrom erfasst und gerät in turbulente Strudel. Was oftmals mit Bildungsanspruch daherkommt, entpuppt sich rasch als Beginn einer Kampagne zur Verblödung.
Georg Schramm und seine Protagonisten Lothar Dombrowski, der Sozialdemokrat August, Oberstleutnant Sanftleben sowie die rheinische Frohnatur Rüdi analysieren den Fluss an Aussagen und Taten vermeintlich hoch verantwortlicher Personen und sezieren deren Worte und Handlungen mit einem scharfen, erbarmungslosen Messer, dass alles dahingehend misst, ob es sittlich-moralisch standhaft bleiben kann.
In 14 Kapiteln wird man durch die deutsche Geschichte geführt und wird sich an so manchen schon fast vergessenen Skandal oder Zusammenhang erinnern. Ob nun das Verhältnis Ost-Westdeutschland, Neonazis, die vorgezogene Neuwahl 2005, die Tsunami-Katastrophe, die Bundeswehrauslands-"Einsätze", der Berliner Bankenskandal, die PISA-Bildungsmisere oder der Gnadengesuch von Christian Klar - immer zeigt Schramm: hier sind die deutschen Wunden, die geleckt werden müssen. Hier sind die Wunden noch nicht verheilt, da sind Narben übrig geblieben und woanders bedarf es besonderer Medizin. In gekonnter sprachlicher Akribie stellt Schramm einen unerwarteten Kontext her, lässt Fragen offen oder entschuldigt sich sogleich für seine Polemik.
Zynisch, ironisch und äußerst scharfzüngig lässt Schramm Leuchtraketen aufsteigen, zeigt auf Wunden und lichtet die Nebel der Verschleierung.
Georg Schramms Auftritte bei unterschiedlichen Anlässen werden hier wiedergegeben und man ist erstaunt über das immerwährende hohe Niveau, das die unterschiedlichen Auftritte begleitet.
Ein besonderes Highlight des deutschen Kabaretts bleibt der Leserschaft nicht erspart, und man muss sagen: Gott sei Dank!
Der unvergessliche, phänomenale Auftritt zum Abschied von Dieter Hildebrandts Scheibenwischer" ist hier vortrefflich platziert. Herrlich aktuell bleibt da vor allem der Satz in Erinnerung: Diese Politkasperle dürfen auf der Bühne der öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten bei den Klofrauen Christiansen und Illner ihre Sprechblasen entleeren, und wenn es nach Verrichten ihrer intellektuellen Notdurft noch nachtröpfelt, dann können sie sich noch bei Beckmann und Kerner an der emotionalen Pissrinne unters Volk mischen!" (S. 154). Vortrefflicher lässt sich wohl kaum formulieren, wie die Zuschauer/-innen oftmals für dumm verkauft werden oder mit vermeintlich hilfreicher Medialdemokratie ruhig gestellt werden.
Georg Schramm nimmt kein Blatt vor dem Mund und wirkt mit seiner in die Wunden stechenden Art wie ein Fels in der Brandung der Beliebigkeiten und der Political Correctness, wo Fehler, Unzulänglichkeiten und gravierende Irreführungen unter den Schaumkronen der Aufgewühltheiten verborgen bleiben.
Historisch aufklärend, philosophisch deutend, prägnant informiert sowie kritisch-reflektiert unterhält sich Georg Schramm mit den Leserinnen und Lesern. Seine Unterhaltung ist außerparlamentarische Opposition per Exzellenz, die mehr als nötig ist. So wie dieser groß(un)artige Kabarettist die Zeiten der Zeit deutet, kann man nur sagen: Lassen Sie es sich so mal sagen...und hören sie gut zu!"
Eine unbedingt zu empfehlende Lektüre für alle, die noch mitsprechen möchten, wenn andere nichts mehr zu sagen haben!
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48 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Titurel
Format:Gebundene Ausgabe
...so lange es so große Geister wie Georg Schramm gibt, so lange scheint doch noch nicht alles verloren. Wer dann und wann, angesichts und angeohrs der täglichen "Nachrichten", Gefahr läuft in Pessimismus oder gar Nihilismus zu verfallen, dem sei Georg Schramm in Wort, Bild und Ton schwer ans Herz gelegt. Denn er ist einer der ganz wenigen, der die Quadratur des Kreises zu beherrschen scheint: seine "Figuren" geben nicht der Resignation Nahrung, sondern sind viel mehr ein hochpotenter Stimulator des kritischen Geistes. Und was hätte dieses Land nötiger als eben solche. Somit: Glück auf.
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Vor 18 Monaten von hanseroots veröffentlicht
Ganz nett, aber ...
... die Satire, der Biss lebt von der Aktion auf der Bühne. Die verschiedenen Rollen in die Schramm schlüpft, die des alten Sozis August, des Oberstleutnants Sanftleben,... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von makie19 veröffentlicht
Genial, dieser Mann!
Zum Glück gibt es anspruchsvolles Kabarett noch (oder wieder), auch in der so genannten Spaßgesellschaft, wo der Spruch gilt: Nicht left, nicht right - nur light. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Mahina veröffentlicht
Ein wahnsinniger Kabarrettist!
...wer ihn auf der Bühne und die Darstellung der verschiedenen Charaktäre kennt, vor dem schnellen Umschalten zwischen Dombrowski und dem Pharmareferenten, zwischen... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Silberwald veröffentlicht
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Vor 20 Monaten von veggie-delight veröffentlicht
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Georg Schramm übertreibt nie, die Wahrheit ist mitunter schockierend genug. Er hat/holt den Bogen raus, wenn und wann es gilt diese auszusprechen. Lesen Sie weiter...
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