Ich habe bereits Nicole Wildes Buch " der ängstliche Hund" begeistert gelesen und hatte deshalb hohe Erwartungen an "Lass mich nicht allein". Und ich bin absolut nicht enttäuscht worden.
Eine Fülle an Ideen werden in einem Programm präsentiert, das bereits den Begriff Trennungsangst wunderbar aufdröselt. Welche Gründe hat sie? Wie sieht sie genau aus?
Kreative und ganzheitliche, lösungsorientierte Schritte auf dem Weg zum angstfreien Alleinsein werden auch anhand vieler Fallbeispiele nachvollziehbar beschrieben. Eien tiefe, wohltuende Tierliebe zieht sich angenehm durchs ganze Buch, ohne heiteiteimässig zu wirken- sie kommt einfach und handfest rüber, man könnte sie auch Mitgefühl nennen. Schon in der Einleitung verrät Nicole Wilde, dass man es schaffen kann, die Trennungsangst seines Hundes zu lösen oder zumindest zu "handlen". Im Grundlagenprogramm geht es um Themen wie Ernährung, Auslastung, Stärkung der Selbstsicherheit oder auch medikamentöse Unterstützung. Das Verhaltenstraining bietet moderne Konzepte zu Schlaf- Arrangements oder Aufbruchsignalen und - ritualen. Auch Körperbänder, Shirts, Bachblüten oder Musik können beruhigend / stressreduzierend wirken.
Gut fand ich schon in ihrem Buch über ängstliche Hunde, dass Wilde alles differenziert betrachtet. Boxen könnten zum Beispiel gut sein, aber sie könnten sich auch verheerend auswirken. Wie sie genau wirken, hängt vom einzelnen Hund ab.
Unser Hund aus dem Tierheim ist mit den Jahren auf ganzheitliche Weise sicherer geworden und kann allein bleiben, nachdem er uns beim ersten Alleinsein zum Beispiel die Telefonanlage aus der Wand gegraben hat. Mit Hilfe des Buches von Nicole Wilde kann man mit Sicherheit schneller als wir erreichen, dass ein Hund entspannt allein zu Hause bleibt oder auch verhindern, dass sich überhaupt Ängste bilden. Die differenzierte Betrachtungsweise Wildes ist einfach toll nachzuvollziehen, auch deswegen ist das Buch wirklich empfehlens- und lesenswert!