Als ich vor zwei Wochen in Berlin diesen speziellen Comic-Laden betrat, hätte ich nie erwartet, mir dort etwas zu kaufen, da ich keine Comic-Leserin bin/war (wenn man von den Donald Duck-Heftchen im Warteraum beim Zahnarzt mal absieht).
Dann war es bei dieser Graphic-Novel aber die Story, die mich doch zu dem Zwanziger in meiner Hosentasche greifen ließ. Klingt ja auch spannend: "Ein Trailer-Park neben der Tankstelle an einer Wüstenstraße im tiefen Süden der USA. Hier im ŽDorf der FrauenŽ taucht eines Tages die geheimnisvolle Rosa auf und alles gerät aus dem Gleichgewicht, denn alte Geschichten kommen wieder hoch."
Zur Geschichte sei gleich gesagt: sie ist nicht halb so spannend, wie der Klappentext andeuten will. Gut, kann man sich denken, es ist ja auch ein Comic (aka Graphic-Novel) -da kommt es nicht auf die Story an.
Leider haben mich die Zeichnungen auch nicht überzeugt: heillos überladene Schwarzweiß-Bilder, in denen man manchmal die Personen mit der Lupe suchen muss, da Räume und Hintergründe teilweise mit den Menschen zu verschmelzen scheinen.
Kurz gesagt, würde ich A. Pastors Zeichnungen als unentschlossen, überladen und etwas wirr bezeichnen.
Dennoch bin ich irgendwie auf den Geschmack gekommen und dieser "Tortilla-Western" wird zwar immer meine erste, nicht aber letzte Graphic-Novel gewesen sein.