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Gesammelte Werke: Vierter Band: Las Casas vor Karl V. Szenen aus der Konquistadorenzeit (suhrkamp taschenbuch)
 
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Gesammelte Werke: Vierter Band: Las Casas vor Karl V. Szenen aus der Konquistadorenzeit (suhrkamp taschenbuch) (Taschenbuch)

von Reinhold Schneider (Autor), Edwin Maria Landau (Herausgeber)
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 9 (26. Februar 1990)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518382225
  • ISBN-13: 978-3518382226
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 10,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 320.250 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Reinhold Schneider hat in seinen Arbeitsnotizen vom "Gewissen des Abendlandes" gesprochen, dessen "Sprecher Las Casas" sei. Las Casas (1474-1566), der leidenschaftliche Streiter für die Gleichberechtigung der Indios in den amerikanischen Kolonien gegen die mit seinem Missionsauftrag unvereinbare Ausbeutung und den Völkermord durch die spanischen Eroberer, schifft sich nach Spanien ein, wo er den Kaiser für einen grundsätzlichen Wandel in der Kolonialpolitik gewinnen will.

Über den Autor

Reinhold Schneider (1903 - 1958) gehört zu den bedeutenden Autoren des 20. Jahrhunderts. Sehr früh erfolgreich als Romancier, Lyriker und Essayist, hat er Wesentliches zur Verständigung der Völker Europas nach 1945 beigetragen. Er setzte sich für die demokratische Entwicklung Deutschlands und für die Aufrichtigkeit politischen Handelns ein - eine Stimme auch für die Gegenwart und die Zukunft. 1956 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nichts ist schlimmer als erbarmungsloses Vorteilsdenken., 3. August 2009
Der spanische Missionar Bartolomé Las Casas 1474- 1566 kämpfte gegen die Versklavung und Misshandlung der Indianer durch die spanischen Konquistadoren.
Seit 1543 als Bischof von Chiapas ( Mexiko) eingesetzt, scheiterte er allerdings an seinen Feinden unter den Konquistadoren. 1547 zur Rückkehr nach Spanien gezwungen, wirkte er ab 1551 als Berater am Hof weiter für die Rechte der Indianer. Letztlich erwies sich das Vorteilsdenken der Spanier für lange Zeit als weitaus stärker wie der der Wunsch christliche Nächstenliebe auch Nichtchristen gegenüber aufzubringen.
Aufgrund der furchtbaren Ereignisse in der Neuen Welt berief König Karl I ( der zugleich als Karl V. Kaiser des römischen Reiches war) einen Rat aus 15 Theologen und Juristen, die ihm Rahmen einer Diskussion ermitteln sollten, ob es gerecht sei Krieg gegen die Indianer zu führen, um sie auf diese Weise zum katholischen Glauben zu bekehren und der spanischen Krone zu unterwerfen.
In Valladolid sollen insbesondere Juan de Sepúlveda und Bartolomé de Las Casas ihrer unterschiedlichen Auffassungen zu diesem Thema ausbreiten.
Sepúlveda war der Ansicht, dass es rechtens sei, die Indios gewaltsam zu unterwerfen und diese auszubeuten. Nach seiner Ansicht hatten sie keine bessere Behandlung verdient, denn sie beteten Götzen an und waren angeblich ungebildet. Durch die Qualen der Zwangsarbeit und mit Gold und Silber zahlten sie den gerechten Preis für die Errettung ihrer Seelen. Die Krieg sei notwendig, um sie zu bekehren.
Las Casas, der das Leid der Indios persönlich sah und bewusst zur Kenntnis nahm wieviele Indios täglich wegen der erbarmungslosen Fronarbeit starben, wehrte sich gegen das Sklavenhaltertum. Immer wieder verfasste er Bittschriften und diskutierte mit Befürwortern dieses inhumanen Verhaltens. So wurde er zum meistgehassten Mann der Sklavenhalter.
In den Augen von Las Casas waren Indios nicht minderwertig.
Leider konnte im Disput mit Sepulvéda kann kein eindeutiges Ergebnis erzielt werden. Dazu war das Eigeninteresse der spanischen Oberschicht viel zu groß.
Erst nachdem das Inka- und Aztekenreich zerstört und man die jeweilige Bevölkerung grausam abgeschlachtet hatte, erklärte Philipp 1573 weitere Eroberungen für nicht mehr zweckmäßig.

Las Casas ist einer der wenigen Gerechten , die hier auf dieser Erde gelebt haben.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Las Casas, 28. April 2009
Rezension übernommen von: Las Casas vor Karl V (Gebundene Ausgabe)
Las Casas vor Karl V. (inkl. Beilage)
Reinhold Schneider beschreibt in eindrucksvoller Weise den mutigen Kampf des Priesters Las Casas gegen die Missionierungsmethoden der Spanier.
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12 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Macht und Religion, 28. Oktober 2003
Die Geschichte findet im XIV Jahrhundert statt, im Kontext der Eroberung Spaniens fremder Gebiete in Amerika. Es handelt sich über das Verhalten der weißen Menschen gegenüber der Indianervölker.
Las Casas ist ein Priester, der die Reisen in Gebiete Amerikas begleitet. Er wird der „Vater der Indianer" gennant, denn diese beachten seine Worte und respektieren ihn. Eine Szene die das besonders gut zeigt wird im Buch beschrieben: Das Schiff verlässt das Ufer. Der Priester steht auf dem Deck und segnet die Indianer die am Strand stehen, in dem er das Kreuzsignal mit der Hand macht. Die Indianer fallen sofort auf die Knie.
Der Priester verteidigt die Indianervölker von den Eroberen. Er meint dass die Spanier die Pflicht haben das Christianismus zu verbreiten. Dieses soll mittels den Worten Christi gemacht werden. Aber die Eroberer wollen so schnell wie möglich die Völker ausbeuten. Dafür machen sie Krieg und töten.
Auf einer Reise zurück nach Spanien, kennt der Priester den kranken Soldaten Bernardino. Dieser wurde von einem vergiffteten Pfeil getroffen. Las Casas setzt sich neben den Kranken. Wegen dem Fieber redet er manchmal wie wahnsinnig und manchmal erzählt er wirkliche Erlebnisse. Las Casas sitzt geduldig neben ihm und versuchte ihm aus den Konflikten raus zu helfen. Bernardino erzählt von den eroberten Schätzen, von der Gewaltigkeit gegen die Indianer, von einem Sohn den er nicht kennt, von der Angst vor dem Tod...
So kommen die Themen Religion, Macht und Ordnung in der Geschichte vor. Es wird spannend nachdem man sich an das schwierige veraltete Deutsch gewöhnt hat und die Überzeugung der höheren Autorität der weißen Menschen der „Neuen Welt" spüren kann.
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