Vier spanische Mädels, die in der Tresorknackerbranche tätig sind, scheitern bei einem besonders großen Coup ähnlich knapp wie der FC Schalke 04 regelmäßig an der Salatschüssel. Eine wandert in den Knast und die anderen schlagen sich mit Gelegenheitsjobs wie Putzen oder Prostitution durch, bis Ana eines Tages ein Angebot bekommt, das sie nicht ausschlagen kann: Sie heiratet einen mexikanischen Drogenboss. Aber auch das Leben in Mexiko besteht nicht nur aus Lecken von Zucker- und anderen Stangen; Ana bekommt schnell Probleme mit ihrem Typen, wird aus einem fahrenden Auto geworfen und landet im Krankenhaus-Koma. Allein, ihre Freundinnen haben sie nicht vergessen, sie tun sich zusammen mit dem Plan, die Möchtegern-Mafiosi ein für alle Mal aus dem Verkehr zu ziehen und ganz nebenbei auch ein hübsches Sümmchen zu kassieren...
Regisseur Agustín Díaz Yanes hat mit "Las Bandidas" ein viel beachtetes Werk geschaffen, das sich nicht so recht in den Mainstream gängiger Hollywood-Produktionen einfügen mag. Wer mit dem spanischen Kino nicht vertraut ist, tut sich mit dem Film vielleicht etwas schwer, trotzdem sollte man sich darauf einlassen, es lohnt sich. Statt schwülstigen Dialogen und weichgezeichneten Hochglanz-Gesichtern erwarten den geneigten Experten harte schnelle Schnitte und fulminante Action-Sequenzen im Tarantino-Stil; Gefangene werden eher nicht gemacht. Der latente Latino-Machismo der mexikanischen Gangster wird dabei ebenso verdient der Lächerlichkeit preisgegeben wie die Unsitte, diese Trottel auch noch in eigens komponierten Liedern als Helden zu glorifizieren. Weitere Pluspunkte: Die durchaus ansehnlichen Bandidas finden Gefallen im Auge des Betrachters und der Showdown ist aller Ehren wert, da bleibt kein Auge trocken.