Während Lara sehr langweilige Ferien bei ihrer Großtante verbringen soll, lernt sie im Dorf durch Zufall Theodora kennen, ein Mädchen, das in dem Dorf lebt, jedoch wegen ihrer Familienverhältnisse nicht gerade beliebt bei den meisten Dorfbewohnern, inklusive Laras Großtante, ist. Zusammen erleben die beiden Mädchen, wie der Geist der Schwarzen Frau auftaucht. Dieser Geist ist der Geist einer Frau, die im Mittelalter unschuldig als Hexe verbrannt wurde. Da Lara einen Zauber kennt, mit dem man in die Vergangenheit reisen kann, wollen die beiden Mädchen versuchen das Unrecht, das der Schwarzen Frau angetan wurde, ungeschehen zu machen uns sie damit vor dem Tod auf dem Scheiterhaufen zu retten.
Julia Kröhn gelingt es mit diesem Buch auf eine lehrreiche, jedoch nicht belehrende Weise einem ein wenig über die Geschichte, in diesem Fall der des Mittelalters, beizubringen. Durch die Erlebnisse mit den Dorfbewohnern im Mittelalter und der Art ihrer Häuser und Kleidung und der Beschreibung von den ganzen Gegebenheiten erfährt man allein schon so ganz nebenbei, wie anders das Leben damals war und wie es ausgesehen hat.
Zudem begeht insbesondere Lara, die nicht so mittelalterkundig ist ab und an kleine Fehler, wie das Erwähnen von Nahrungsmitteln, die es damals noch nicht gegeben hat, wodurch sie die Dorfbewohner durchaus verwirrt. Neben diesen vielen kleinen Fakten bleibt jedoch auch die Spannung nicht auf der Strecke, denn der Schwarzen Frau muss gegen die Dörfler geholfen werden und die Mädchen müssen schnell erkennen, wie feindselig einem begegnet wird, wenn man Kontakt zu ihr sucht. Außerdem müssen sie herausfinden, wie ihr bloß geholfen werden kann und auch da beweisen die beiden einen sehr großen Ideenreichtum.
Insgesamt eine echt niedliche und vor allen Dingen in vielen Punkten lehrreiche Geschichte, da sie nicht nur zeigt, wie die Geschichte war und wie das Leben damals ablief, sondern auch, dass anders zu sein nichts schlimmes ist.